Die erste Inspektion und der nächste Ölwechsel waren fällig. Die Preissprünge an den Tankstellen sind mir unverständlich. Der Verbrauch hat seinen vermutlich stabilen Stand erreicht.

Langzeittest VW Tiguan
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Monatsbericht August 2015


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Die erste Inspektion und der nächste Ölwechsel waren fällig. Die Preissprünge an den Tankstellen sind mir unverständlich. Der Verbrauch hat seinen vermutlich stabilen Stand erreicht.


Kumulierter Dieselverbrauch seit Fahrzeugübernahme. Der Tiguan hat die ersten 60.000 Kilometer überstanden. Die Inspektionskosten betrugen knapp 574 Euro.

Kilometer: 60.493.

Wie in meinem letzten Bericht bereits angekündigt war Anfang August der Ölwechsel-Service und die Inspektion bei etwa 60.000 Kilometern fällig. Das Ölwechselintervall ist im Prinzip flexibel und das Fahrzeug ermittelt den fälligen Zeitpunkt selbst. Beide Zeitpunkte, sowohl für die Inspektion als auch für den Ölwechsel werden etwa 2.000 Kilometern vorher beim Start des Motors für einige Sekunden in der Multifunktionsanzeige angeblendet.

Da ich aber beim Stand von etwa 4.000 Kilometern freiwillig einen Ölwechsel eingeschoben hatte, um die Einfahrzeit abzuschließen, entfällt ab diesem Zeitpunkt die Flexibilität des Ölwechselintervalls und es trat ein festes Intervall in Kraft. Da ich den letzten Ölwechsel bei einem Stand von etwa 29.000 Kilometern machen lassen hatte, war er nun wieder nach 59.000 Kilometern fällig. Ich hatte rechtzeitig den Termin gemacht, sodass ich mit einem Tachostand von 59.157 Kilometern fast eine Punktlandung hinlegte. Ich war am Wochenende vorher noch gut 600 Kilometer gefahren.

Bei der Abgabe meines Fahrzeugs wurde ich wieder sehr freundlich empfangen. Der Meister fuhr den Tiguan auf die Hebebühne und wir schauten ihn uns gemeinsam genauer an. Ich wurde nach irgendwelchen Besonderheiten gefragt, nach denen man schauen sollte. Ich erwähnte, dass die schwenkbare Anhängerkupplung nicht mehr ganz so spontan ausschwenkt, wenn ich sie entriegele, wie sie das anfangs tat. Ich habe sie in meinem Bericht vom Juni 2014 beschrieben. Es war aber kein Hindernis erkennbar. Ich kann damit leben und bin weiterhin sehr glücklich mit dieser Anhängerkupplung, die so einfach verschwinden und wieder auftauchen kann.

Beim Betrachten des Fahrzeugs von unten stellte der Meister fest, dass die Kunststoffabdeckung des Motorraums beschädigt ist. Ich weiß, dass ich einmal auf einem Feldweg in der Mitte aufgesetzt hatte, weil die Fahrspur zu stark ausgewaschen war. Ich wollte das aber nicht machen lassen. Solche unwichtigen Teile sind in der Regel sehr teuer.

Ich unterzeichnete den Arbeitsauftrag mit einem Kostenvolumen von 590 Euro. Außerdem wurde ich gebeten, die Datenschutzerklärung neu zu unterzeichnen. Dies müsse jedes Jahr neu geschehen. Ich untersagte mithilfe dieser Erklärung jede Kontaktaufnahme zum Zwecke der Werbung, der "Mitteilung von Neuerungen" und der Qualitätssicherung des Services.

Fast eine Stunde vor der vereinbarten Zeit erhielt ich den Anruf, dass ich mein Fahrzeug wieder abholen könnte. Die Rechnung betrug nur 574,03 Euro. Das Fahrzeug war gewaschen und ausgesaugt. Der Meister wies mich noch einmal auf die Definitionen von Zufriedenheitsgraden hin, die bei VW herrschen. Wenn man angibt, dass man "sehr zufrieden" ist, dann bedeutet das für VW, dass die Werkstatt die Erwartungen des Kunden nur zu zwei Drittel erfüllt hat und bewertet das Autohaus entsprechend. Es wird dem Kunden daher immer wieder bei jeder Gelegenheit nahegelegt, die Formulierung "äußerst zufrieden" zu verwenden. Ich halte es für ausgemachten Blödsinn, den normalen üblichen Sprachgebrauch so zu verzerren. Muss man immer übertriebene Formulierungen einsetzen? Da ich ja die Kontaktaufnahme zum Zweck dieser Nachfrage unterbunden habe, werde ich nicht in die Verlegenheit kommen.

Im Folgenden schlüssle ich die Rechnung des Autohauses auf:

Rechnungsdaten
Position Betrag
Dialogannahme durchgeführt 0,00 Euro
Fahrzeug gewaschen und ausgesaugt 0,00 Euro
Inspektion 73,30 Euro
Schraube 1,90 Euro
DSG-Ölwechsel:
Getriebeöl ersetzt 73,30 Euro
Schallschutzwanne aus- und eingebaut 31,42 Euro
6 Liter Öl 139,80 Euro
Filtereinsatz 29,87 Euro
Ölrohr 1,73 Euro
Dichtring 0,11 Euro
Dichtring 0,62 Euro
Schraube 3,45 Euro
Schraube 2,20 Euro
Dichtring 2,98 Euro
Pollenfilter:
Staub- u. Pollenfilter aus- und eingebaut 10,47 Euro
Staubfilter 26,83 Euro
Ölwechsel-Service:
Ölwechsel-Service 31,42 Euro
Filtereinsatz 14,46 Euro
Schraube 2,26 Euro
4,3 Liter SLX Longlife III 123,63 Euro
2 Schrauben 1,90 Euro
Schmiermittel 2,38 Euro
Summe Brutto 574,03 Euro

Ich habe die einzelnen Preise direkt einschließlich Mehrwertsteuer eingetragen, damit die einzelnen Preise sofort ersichtlich sind.

Solche Rechnungen machen deutlich, dass Angebote wie von Honda oder Kia einen echten Wert darstellen, bei denen in der Garantie schon die Inspektionskosten eingeschlossen sind.

Übrigens wurde im gesamten Ablauf der Inspektion deutlich, dass dem Meister mein Langzeittest bewusst war. Ich gehe zwar davon aus, dass auch andere Kunden entsprechend freundlich und sorgsam behandelt werden, kann aber nicht ausschließen, dass der Langzeittest eine gewisse Rolle spielte.

Preissprung beim Dieselpreis

Mitte August stand ich an der Tankstelle. Der Preis stand auf 108,9 Cent. Der Fahrer des Fahrzeugs vor mir musste noch eben bezahlen gehen. Danach fuhr ich an die Säule und tankte. Kurz vor Ende des Tankens traute ich meinen Augen nicht als ich kurz auf die Anzeige der Zapfsäule sah. Der Preis war um 18 Cent gestiegen während der andere Fahrer bezahlte und ich hatte den Fehler gemacht, mich nicht noch einmal zu vergewissern, wie der Preis war bevor ich zum Zapfhahn griff.

Der Tankwart sagte mir, dass der Preis mittags um 12 Uhr und abends um 21 Uhr immer umspringt. Er stimmte mir zu, dass ein Sprung von 18 Cent mit nichts zu rechtfertigen ist.

Ich werde versuchen, zukünftig am späten Nachmittag zu tanken, wenn ich das steuern kann, und mich dann konsequent über die Preise in der Umgebung mithilfe der ADAC-App zu erkundigen.

Dieselverbrauch

Kilometer: 60.493.

Wie üblich am Schluss Angaben zum Dieselverbrauch, auch wenn das langsam langweilig wird, weil sich nichts ändert.

Die Grafik zeigt den stabilen Mittelwert seit Übernahme des Fahrzeugs während inzwischen über 60.000 Kilometern.

Dieselverbrauch in gut 60.000 km.
Die Grafik zeigt den inzwischen eingependelten Mittelwert, an dem sich vermutlich nichts mehr ändern wird.

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