In diesem Monat ließ ich die Winterräder montieren. Außerdem war die Motorsteuerung defekt, die einen unplanmäßigen Werkstattaufenthalt erforderte. Ich nahm die Mobilitätsgarantie von VW in Anspruch. Allerdings bin ich mit der Abwicklung der Angelegenheit durch das Autohaus nicht wirklich zufrieden. Zum Schluss mache ich noch ein paar Bemerkungen zum Dieselverbrauch.

Langzeittest VW Tiguan
Monatsberichte 2014

Monatsbericht November 2014


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In diesem Monat ließ ich die Winterräder montieren. Außerdem war die Motorsteuerung defekt, die einen unplanmäßigen Werkstattaufenthalt erforderte. Ich nahm die Mobilitätsgarantie von VW in Anspruch. Allerdings bin ich mit der Abwicklung der Angelegenheit durch das Autohaus nicht wirklich zufrieden. Zum Schluss mache ich noch ein paar Bemerkungen zum Dieselverbrauch.


Der Tiguan wird abgeschleppt. Winterräder

Kilometer: 30.760.

Anfang November gab es in den vergangenen Jahren ab und zu kräftig Schnee. Das ist also immer meine Zeit zum Räderwechsel. In diesem Jahr sieht es so aus, dass der Winter noch weit weg ist, aber sicherheitshalber ließ ich trotzdem meine Winterräder montieren.

Meine Winterräder für den Tiguan.
Mit diesen Winterrädern hatte ich im März 2014 mein Auto ausliefern lassen. Sie sind schon gut 2.500 Kilometer gefahren worden.

Bei der Inspektion, über die ich im letzten Monat berichtete, sagte mir der Meister, dass der Räderwechsel knapp 20 Euro kosten würde. Also ließ ich die Räder wechseln. Das kostete 19,90 Euro einschließlich Mehrwertsteuer, was nur wenig teurer war als an der hiesigen Tankstelle. Auf diese Weise habe ich aber den kompletten Service in einer Hand und wüsste, wer den Fehler gemacht hat, wenn einer auftauchen sollte.

Die Sommerreifen sind jetzt 28.000 Kilometer gelaufen. Das Restprofil beträgt vorn gleichmäßig 5 mm und hinten 5,5 bis 6 mm, wobei die geringere Profiltiefe an beiden Rädern in der Mitte ist. Der Luftdruck ist also hinten etwas zu hoch gewesen.

Fehler in der Motorsteuerung

Kilometer: 31.500.

Am 10. November blinkte beim Kilometerstand von etwa 31.500 die Kontrollleuchte für das Vorglühen des Dieselmotors.

Kontrollleuchte für das Vorglühen.
Wenn die Kontrollleuchte für das Vorglühen blinkt, ist sie die Warnleuchte für die Motorsteuerung.

Wenn sie blinkt, heißt das, dass die Motorsteuerung einen Fehler hat und in einer Fachwerkstatt rasch überprüft werden muss. Da es aber gerade Sonntagnachmittag war, machte ich den Motor aus und nach dem Neustart war die Leuchte wieder aus. Sie kam allerdings noch weiterer zwei Mal wieder.

Also fuhr ich am nächsten Tag, einem Montag in die Werkstatt. Dort war zwar gerade Mittagspause, aber ein sehr freundlicher Mitarbeiter kümmert sich um mein Problem. Er las den Fehler aus und meinte, dass anscheinend das Ventil für die Abgasrückführung nicht korrekt funktioniere. Dies sei ein elektrischer Fehler, der bei diesem Modell schon mal auftrete, der aber auch durch einen Marderbiss verursacht worden sein könne. Der Arbeitsaufwand betrage etwa acht Stunden und außerdem wolle er gern noch etwas Sicherheit einbauen.

Er beantwortete mir alle meine Fragen freundlich und so, dass ich auf Anhieb alles verstand. Super! Er sorgte dafür, dass ich einen Termin für die darauf folgende Woche bekam, wo man mein Auto etwa zwei Tage haben möchte. Da ich keinen Leistungsverlust bemerkt hatte, sollte ich noch eine Woche fahren können.

Zwei Tage später jedoch, am Mittwoch, begann mein Auto zu stottern. Also fuhr ich wieder in die Werkstatt, weil ich am kommenden Wochenende eine 700-Kilometer-Tour vor mir hatte. Der Meister trug erneut seinen Laptop zum Auto und meinte dann, dass der Fehler sich bestätigen würde und kein neuer Fehler aufgetreten wäre. Für die Tour sollte ich mir einen Ersatzwagen geben lassen.

Die nette Dame, die alles abwickeln sollte, wollte mir aber nur einen Leihwagen geben, der 90 Euro kosten sollte und im Falle eines Schadens einen Selbstbehalt von 1.500 Euro hatte. Mein Auto ist aber so versichert, dass die Selbstbeteiligung viel geringer ist. Da es sich um einen Garantiefall handelte, wollte ich den Wagen kostenlos.

Das wollte man mir nicht zugestehen, weil VW nicht für einen prophylaktischen Schaden zahlen würde. Mein Hinweis, dass ein Liegenbleiben unterwegs sicher teurer würde, wurde mit der Aussage gekontert, dass dann aber VW zahlen würde. Also fuhr ich mit meinem Auto wieder weg und freute mich auf die abenteuerliche Tour.

Die kam allerdings gar nicht erst zustande, weil mein Auto bereits am Vorabend streikte. Unmittelbar hinter einer Kreuzung ging der Motor aus und ich brauchte ein paar Minuten, bis ich nach mehrmaligen Anläufen den Wagen in Gang bekam. Als ich wieder nach Hause kam, ging der Motor erneut aus, während ich auf das Öffnen des Garagentors wartete.

Da der Motor nach erneutem Start immer wieder ausging und ich noch nicht einmal in die Garage fahren konnte, rief ich wegen Nichterreichbarkeit der Werkstatt den VW-Notdienst an. Dazu hat mein Tiguan als Teil der Telefonvorbereitung in der Dachkonsole eine Ruftaste, die auch sofort eine Verbindung herstellte und ich durfte dann 15 Minuten lang hören, dass ich bitte einen Moment Geduld haben sollte, ich würde sofort verbunden. Diese Ansage wurde immer wieder durch denselben Song unterbrochen.

Schließlich hatte ich einen freundlichen Mitarbeiter des Notdiensts am Apparat, der alles aufnahm und mich dann mit dem Notdienst meiner Werkstatt verband, der aber zu einem Abschleppunternehmen ausgelagert ist, welches im Auftrag des ADAC fährt. Auch hier war ein freundlicher Mitarbeiter am Telefon mit dem ich für den nächsten Morgen das Verbringen meines Fahrzeugs zur Werkstatt und die Überlassung eines Ersatzwagens vereinbarte.

Mein Tiguan auf dem Abschleppwagen.
Da mein Auto nicht mehr fahren wollte, wurde es in die Werkstatt transportiert.

Gegen 7.45 Uhr kam der Notdienst mit einem Golf 7 Variant als Ersatzwagen. Mein Auto wurde aufgeladen, der Papierkram für den Ersatzwagen kurz erledigt und ich konnte meine Reise antreten. Ich kann in den Golf zwar viel schlechter einsteigen, aber das lässt sich für ein Wochenende ertragen.

Mit dem Golf fuhr ich etwa 700 Kilometer. Er ist ein wirklich tolles Auto und fährt sich richtig gut. Der Geradeauslauf ist wie bei meinem Tiguan. Auch er scheint eine Lenkung zu haben, die elektronisch beeinflusst ist. Mit seinen 110 kW zog er richtig gut. Dass er ein Schaltwagen war, störte mich nicht.

Am Montag fuhr ich zur Werkstatt, um zu hören, wie es nun mit meinem Auto weitergehen würde. Man bestätigte mir, dass die Abgasrückführung defekt ist und man diese austauschen müsste. Der Arbeitsaufwand sei erheblich und das Ersatzteil solle erst gegen Mittag eintreffen. Ich könnte mein Auto am kommenden Tag abends wieder bekommen.

Wegen meiner Rückenprobleme konnte ich den Golf Variant gegen einen Golf SportsVan tauschen. In den kann ich ähnlich einsteigen wie in meinen Tiguan. Er hatte ein DSG-Getriebe, aber nur 81 kW und das wird wirklich deutlich im Vergleich zu meinem Tiguan mit seinen 115 kW.

Dann kam aber die Überraschung: Da ich den Golf Variant schon zwei Tage hatte, sollte mir der SportsVan nur noch einen Tag zur Verfügung stehen. Die Mobilitätsgarantie von VW deckt nur drei Tage ab und der Händler wollte selbst keine Kosten aufwenden. Das ist im Prinzip völlig korrekt, aber im Zusammenhang mit dem oben geschilderten Schadensverlauf ist das nicht kundenfreundlich. Schließlich ist die Werkstatt dafür verantwortlich, dass der Schaden so eintrat, dass mein Auto ein ganzes Wochenende rumstand ohne behandelt zu werden.

Sie hatte den Fehler erkannt und diagnostiziert, ihn aber aus Gründen, die in ihrem Verantwortungsbereich liegen, nicht sofort behoben, sondern riskiert, dass mein Fahrzeug liegen blieb. Ich habe darüber zwar keinen Streit vom Zaun gebrochen, weil ich einen Tag auf ein Auto verzichten kann, aber ich habe dem Händler meine Meinung schriftlich kundgetan. Der Händler bzw. die Werkstatt hat in diesem Fall ausschließlich die eigenen Abläufe und Interessen berücksichtigt und die Kundeninteressen überhaupt nicht in Betracht gezogen. Eine erkennbare Reaktion auf mein Schreiben habe ich nicht bekommen.

Als ich wie zugesagt mein Auto am Folgetag abholte, war es nicht nur wieder instand gesetzt, sondern innen und außen sorgfältig gereinigt. Das ist ein super Service, den die Werkstatt anscheinend generell bietet. Auch nach der Inspektion hatte man mein Auto innen und außen gereinigt.

Ein paar Tage später kam wieder eine Überraschung in Form einer Mietwagenrechnung: Ich sollte für den Tag, an dem ich den SportsVan als Ersatzwagen hatte, die Mietkosten in Höhe von 32,90 Euro übernehmen. Dies war entgegen den Aussagen, die mir die Mitarbeiter in der Werkstatt gemacht hatten.

Ich habe daraufhin das Autohaus schriftlich gebeten, mir genau zu erläutern:

  • Was genau zu dem Ausfall geführt hatte.
  • Was man genau an dem Auto repariert hatte.
  • Ob dieser Schaden im Rahmen der Garantie behoben wurde.
  • Welchen Umfang in diesem Fall die Mobilitätsgarantie von VW hat.

Diese Fragen hatte ich an einem Samstag per Email gestellt und als ich am Mittwoch noch keine Antwort hatte, habe ich per Email an die Beantwortung meiner Fragen erinnert.

Daraufhin erhielt ich telefonisch den Bescheid, dass der betreffende Mitarbeiter erkrankt wäre und ich in der Folgewoche eine Antwort bekäme. Die Antwort kam dann auch, aber es war nur eine Stornierung der Mietwagenrechnung mit der Bitte um Entschuldigung, weil die Rechnung versehentlich ausgestellt worden wäre. Kein weiterer Kommentar. Keine Antworten auf die von mir gestellten Fragen. Da hätte ich wirklich mehr erwartet.

Da mir kein Schaden entstanden ist, will ich das nicht weiter verfolgen. Ich werde aber bei zukünftigen Gelegenheiten von Anfang an etwas klarere Verhältnisse schaffen. Mein Vertrauen in die korrekte Abwicklung bei diesem Autohaus hat einen zweiten Knacks bekommen nach der Angelegenheit mit dem vernichteten Kaufvertrag (siehe mein Bericht vom März 2014).

Verbrauch

März bis November 2014, Kilometer: 33.000.

Den gesamten November bin ich mit Winterreifen unterwegs gewesen. Das Wetter war etwas kühler als im Oktober. Ich kann bisher keine Steigerung des Verbrauchs feststellen.

kumulierter Dieselverbrauch März bis November 2014 über 33.000 Kilometer.
Die Grafik zeigt den kumulierten Dieselverbrauch über die vollen 33.000 Kilometer.

Der Gesamtverbrauch scheint sich bei der von mir prognostizierten Marke von 7,5 Liter/100 Kilometer einzustellen. Ich vermute aber, dass in der Zeit mit schneeglatten Straßen, mehr Fahrten mit Licht, Sitzheizung und Scheibenheizung der Verbrauch vorübergehend etwas höher ausfallen wird. Ich werde das verfolgen und berichten.

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