In diesem Monat zeige ich die verschiedensten Ablage- und Staumöglichkeiten des Tiguans und seinen Kofferraum mit der Notradunterbringung. Eine Anmerkung zu den Fußmatten und zu Verbrauch und Wartung des Tiguan schließen den Bericht.

Langzeittest VW Tiguan
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Monatsbericht August 2014


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In diesem Monat zeige ich die verschiedensten Ablage- und Staumöglichkeiten des Tiguans und seinen Kofferraum mit der Notradunterbringung. Eine Anmerkung zu den Fußmatten und zu Verbrauch und Wartung des Tiguan schließen den Bericht.


Der gesamte Laderaum des Tiguans. Ablagenpaket des Tiguans

Kilometer: 21.500.

Nachdem ich inzwischen einiges über die Fahreigenschaften und Eigenarten des Tiguans schrieb, möchte ich in diesem Bericht auf Ausstattungs-"details" des Fahrzeugs eingehen: die Ablage- und Staumöglichkeiten.

Beim ersten meiner vier Mazdas habe ich die Schubladen unter den vorderen Sitzen schätzen gelernt. Die konnte ich auch beim Tiguan bekommen, wenn ich die Komfortsitze mitbestellte. Die brachten dann auch gleich Klapptische und Kartentaschen an der Rücklehne mit. Zusätzlich hatte ich das Ablagenpaket bestellt. Was der Tiguan in dieser Ausstattung an Ablagen und Fächern bietet, möchte ich nun zeigen, wobei ich nicht trenne zwischen den serienmäßigen Ablagen und denjenigen aus dem Zusatzpaket.

Standard-Ablagesysteme.
Diese Bilder zeigen die Ablagen, die fast jedes Auto hat.

Das Bild oben links zeigt die Ablage auf der Instrumententafel. Die benutze ich fast nie, denn was darin liegt spiegelt sich in der Frontscheibe und stört dadurch, oder es rollt oder rutscht hin und her und nervt damit. Ich nutze diese Vertiefung ausschließlich, um kurz etwas ablegen zu können was mir nicht sofort wieder vom gewölbten Armaturenbrett rutschen soll.

Das Bild oben rechts zeigt die Ablagemöglichkeiten zwischen den Vordersitzen. Zwei Flaschenhalter mit Klemmfedern stellen sicher, dass Flaschen bis zu einer Größe von etwa 0,3-Liter-Flaschen sicher stehen und nicht hin und her wackeln. Das ist geschickt gelöst und überstreicht einen recht großen Durchmesserbereich.

Daneben ist ein kleines Fach, in das ich meine Fernbedienung für das Garagentor lege.

Zwischen den Sitzlehnen gibt es eine große und tiefe Ablage mit einem Deckel, der in verschiedenen Stellungen rastet und so als verstellbare Armlehne fungiert. Die Polstereinheit kann sogar um etliche Zentimeter nach vorn gezogen werden, so dass sich eine wirklich gemütliche Armablage ergibt, die aber auch hinderlich wird. VW weist in der Bedienungsanleitung ausdrücklich darauf hin, dass sie in dieser Stellung störend wirken kann.

In der Ablagebox selbst gibt es eine Steckdose und eine kleine Buchse um zum Beispiel einen MP3-Player an das Radio anzuschließen. Der Player liegt in der Box absolut sicher und fliegt nicht im Auto umher. Man kann in der Box relativ viele CDs unterbringen.

Das untere der drei Bilder zeigt die kleineren Ablagefächer vorn in der Konsole vor dem Wählhebel. Das mittlere davon hat ebenfalls einen Deckel. Bei Rauchervarianten des Fahrzeugs stecken hier der Ascher und der Anzünder. Der Anzünder ist bei mir zwar nicht vorhanden, aber die Steckdose ist geblieben. Das ist also schon die zweite Steckdose im Auto.

Ablagen im Fond.
Das Bild zeigt die Ablagen für die Passagiere im Fond.

Das linke Bild zeigt die Rückwand der Mittelkonsole mit einer Steckdose (roter Pfeil) und einer Klappe, die zwei weitere Flaschenhalter anbietet (blauer Pfeil). Die Steckdose ist somit Nummer Drei in dem Auto. Das ist schon beachtlich.

Die Flaschenhalter an dieser Stelle scheinen mechanisch unterdimensioniert zu sein. Als ich einmal den Halter mit der Hand spreizte um zu sehen, welche Flaschen wohl hineinpassen, da hatte ich die ganze Klappe plötzlich in der Hand. Es war klar, dass die Klappe irgendwo aus einem Klips gesprungen war, aber ich konnte nicht erkennen, wie ich das wieder richten konnte.

Also begab ich mich zur Werkstatt und dort musste man die Rückwand der Konsole abschrauben um dann die Klappe einfach wieder einhängen zu können. Diesen Flaschenhalter daher mit Vorsicht genießen! Ich habe von einem anderen Tiguanfahrer die gleiche Erfahrung gelesen.

Da sind die beiden Flaschenhalter in der heraus geklappten Mittelarmlehne stabiler (rechtes Bild). Die Kopfstütze kann man ein Stück herausziehen und die Armlehne dadurch verlängern. Da ich nicht hinten sitze, kann ich nicht sagen ob das gemütlich ist oder nicht, ob die Flaschen in den Haltern stören würden oder nicht.

Ablagen in den hinteren Türen und neben den hinteren Sitzen.
Die Bilder zeigen die Ablagen in den hinteren Türen und neben den hinteren Sitzen.

Die Ablagen in den vorderen Türen (linkes Bild) sind so groß, dass man jeweils eine 1,5-Liter-Flasche hineinstellen kann. Dagegen sind die Ablagen in den hinteren Türen sehr viel kleiner und eigentlich nur geeignet, um kleine Dinge darin zu vergessen. Darum habe ich sie auch nicht abgebildet.

Das rechte Bild zeigt eine kleine Ablage unmittelbar an der hinteren Sitzbank angebracht. Wenn einem also mal was aus der Tasche fällt, dürfte es mit hoher Wahrscheinlichkeit hier landen und aufgefangen werden. Was man sonst darin "verstauen" sollte, ist mir rätselhaft.

Dachkonsole im Tiguan.
Das Bild zeigt die üppige Dachkonsole aus dem Ablagenpaket.

Höchst beeindruckend ist die Dachkonsole mit ihren vier Klappfächern. Sie sind unterschiedlich groß und überraschend geräumig. Das hinterste Fach ist allerdings nur von den Fondpassagieren gut zu erreichen.

Wenn man die Klappen mit ihren Druckknöpfen öffnet und sie herunterschwingen, dann sollte man sie gut festhalten, damit sie sich nicht auf die Sitze entleeren. Allerdings haben die Klappen innen eine Kante, die zu einer angedeuteten Tasche ausgeformt ist und die recht gut das Herausfallen von Kleinteilen verhindert, wenn die Klappe nicht zu weit geöffnet wird.

Der Kofferraum

Für meine Reisen in die Ukraine, auf denen ich gern auch mal einsame Wege fahre, wollte ich nicht auf ein Notrad verzichten. Ein normales Reserverad hat heute leider kaum noch ein Auto. Um das Notrad zu bekommen, musste ich das Gepäckmanagementsystem mitbestellen. Tolle Bezeichnung. Na ja, Marketing!

Schauen Sie sich also mal meinen Kofferraum an.

schwache Kofferraumbeleuchtung.
Die Beleuchtung des Kofferraums ist sehr schwach.

Sie sehen fast nichts? Na ja, bei der Beleuchtung ist das auch schwierig. Ich habe die Situation bewusst im Dunklen aufgenommen. Beleuchtung kann man diese Funzel wirklich nicht nennen. Wenn man den Ladeboden anhebt, wie ich weiter unten zeige, dann ist darunter gar nichts mehr zu sehen.

Kein Wunder, dass in einschlägigen Foren Überlegungen angestellt werden, wie man die Situation mit LED-Streifen verbessern kann.

Gepäcknetz und Fugenüberbrückung.
Das Gepäcknetz ist Teil des Gepäckmanagementsystems. Die Klappen überbrücken sehr geschickt die Fugen bei umgelegter Rückbank.

Zum Managementsystem gehört das Gepäcknetz (linkes Bild), das man in den vier Verzurrösen einhaken kann um Kleinteile darunter in ihrer Lage festzuhalten. Die im Bild linke Hälfte ist zusätzlich als Tasche gearbeitet, so dass man auch von oben Dinge mal kurz einschieben kann und sichern.

Auf der linken Seitenwand des Kofferraums sieht man im linken Bild zwei schwarze Punkte während auf der rechten Seitenwand nur einer davon zu sehen ist. Der kleinere innere Punkt ist die vierte Steckdose im Auto. Man hat also überall, wo es mal gebraucht werden könnte, Strom. Toll!

Das rechte Bild ist erklärungsbedürftig. Es zeigt eine Klappe, die normalerweise platt im Kofferraum liegt und die anscheinend zu nichts nutze ist. Irrtum! Wenn man die Rücksitze durch Zug an einer Schlaufe nach vorn klappt, dann entsteht zwar eine fast ebene Ladefläche bis zu den Lehnen der Vordersitze, aber diese Fläche ist nicht durchgängig. Zwischen dem eigentlichen Kofferraumboden und der Fläche, welche die Rücksitzlehen bilden gibt es einen etwa 10 cm breiten Spalt.

Dieser Spalt kann durch umlegen dieser beiden Klappen überbrückt werden. Da er nicht breit ist, reicht die Dicke dieser Klappen für eine solide Überbrückung aus. Nicht schlecht gedacht. Die Klappen sind in dem Verhältnis angelegt, wie auch die Sitze geklappt werden können. Sollte jemand sich das nicht vorstellen können, dann bitte ich um eine Mail und schicke gern Fotos. Vielleicht hilft schon das vorletzte Foto in meinem Bericht.

Ablagemöglichkeiten in der Seitenverkleidung und Notradunterbringung.
Seitenfächer des Kofferraums, herausnehmbare Bodenplatte und Notrad.

Die glatten Kofferraumwände verschenken natürlich viel Platz. Um den wieder verfügbar zu machen ohne die Optik unterbrechen zu müssen, hat VW hinter der Hinterachse in den Seitenwänden zwei Klappen eingebaut, die man mit Drehknopf verschließen kann. Dahinter finden Wagenheber, Werkzeug, Verbandszeug, Feuerlöscher und Ähnliches Platz. Das ist ganz angenehm, denn an diese Stellen kommt man oft auch bei gepacktem Kofferraum noch relativ leicht heran. Die Pfeile zeigen im linken Bild auf die geöffneten Seitenfächer.

Das rechte Bild zeigt den angehobenen Ladeboden mit dem Notrad darunter. Dies ist in einer Kunststoffformschale eingelegt. Daneben ist weiterer Stauraum, den die Versteifungsrippen der Formschale unterteilen. Hier lassen sich praktisch Kleinteile unterbringen, für die man meint, immer mal Verwendung haben zu können und die man eigentlich nie wirklich braucht. Aber man kann sie dabei haben ohne dass sie im Kofferraum umherfliegen.

Dass der Ladeboden für das Foto so schön offen blieb, verdanke ich einer kleinen geschickten Einrichtung, die in den nächsten Bildern zu sehen ist.

Aufstellvorrichtung für die Bodenklappe.
Damit man den Ladeboden nicht immer mit einer Hand festhalten muss gibt es eine geschickte Aufstellvorrichtung.

Der Ladeboden hat an der rechten Unterseite einen kleinen Riegel (linkes Bild), der auf einem kleinen Vorsprung oberhalb des rechten Seitenfachs (rechtes Bild) aufliegen kann. So wird der Ladeboden offen gehalten. Das ist wirklich praktisch. Leider kommt in den Bereich unter dem Ladeboden nichts von dem Licht der Kofferraumfunzel.

Wenn man den Boden wieder herunterklappt und sich den maximalen Laderaum ansieht, den der Tiguan zur Verfügung stellt, dann ist das schon beeindruckend.

gesamter Laderaum.
Dies ist der maximale Laderaum bei meinem Tiguan.

Allerdings ist das nicht wirklich die Serie bei der Trend&Fun-Variante, wie ich sie habe. Die umlegbare Lehne des Beifahrersitzes gibt es nicht bei den normalen Seriensitzen sondern erst ab Komfortsitzen.

Fußmatten

Zusätzliche Fußmatten wandern gern. Mit Vorliebe wandern sie unter die Pedale des Fahrers. Um das zu verhindern gibt es im Tiguan Knöpfe im Boden über welche die Ösen gedrückt werden können, die in die Fußmatten eingelassen sind (siehe Pfeile).

Fußmattensicherung.
Die Fußmattensicherung ist sehr stramm und erschwert die Entnahme zur Reinigung.

Obwohl bei Kunststoffteilen die Fertigungstoleranzen heutzutage sehr eng sind, wirken sie sich trotzdem aus. Anscheinend habe ich eine ungünstige Toleranzlage für die Öse und den Knopf erwischt, denn wenn ich die Matten zur Reinigung herausnehmen will, brauche ich viel Kraft.

Die Ösen sitzen so fest auf den Knöpfen, dass man nicht nur Kraft sondern auch Geschick braucht. Ich muss meine Finger ganz eng an den Knöpfen entlang unterhalb der Matte unter die Öse schieben um sie so durch Keilwirkung abzuheben.

Bevor ich auf diesen Trick kam, habe ich die Matte kräftig angehoben und hatte sie zwar aus dem Auto, aber ohne die Öse. Diese hatte sich aus der Matte gezogen und war auf dem Knopf sitzen geblieben.

Verbrauch, Wartung

Die letzten etwa 1.500 km bin ich überwiegend Landstraße gefahren. Wenn ich auf der Autobahn war, dann fuhr ich maximal 130 km/h nach Tacho, der eine Abweichung von etwa +6 km/h hat. Die Landstraße fuhr ich allerdings bei jeder Fahrt mehrere 100 km weil ich meinem Navi die Autobahn untersagte. Ich wollte die Landschaft im Taunus, in der Eifel, im Westerwald und im Münsterland sehen können. Ich fuhr nicht langsam aber hielt mich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen.

Die Verbräuche hielten sich bei gerechneten 6,5 l/100 km. Das ist ein Verbrauch, mit dem ich sehr zufrieden bin und bei dem ich mich nicht anstrengen musste, ihn niedrig zu halten.

Der Gesamtverbrauch über die bisher gefahrenen 21.500 km liegt bei 7,8 l/100 km mit weiterhin sinkender Tendenz. Die näheren Erläuterungen zu dieser Bemerkung habe ich im Bericht von Juli 2014 geschrieben.

Die Multifunktionsanzeige im Tiguan kann mir auf Wunsch schon mal anzeigen, wann ich wohl den nächsten Ölwechsel und die erste Inspektion zu erwarten habe. Beide werden bei einem Kilometerstand von 30.000 km fällig. Das Ölwechselintervall ist bei meinem Auto variabel und wird von der internen Messtechnik ermittelt. Auch die Inspektion soll mir laut Bedienungsanleitung rechtzeitig angezeigt werden. Generell wird die Inspektion unabhängig vom Ölwechsel betrachtet und sie wird generell alle 30.000 km fällig.

Da im September offiziell der Herbst beginnt und somit die dunklere Jahreszeit, werde ich im September etwas über das Licht des Tiguans berichten.

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