Der Jazz (und natürlich auch ich) darf in Urlaub und erzielt einen neuen Verbrauchsrekord. Außerdem stelle ich die Funktionen des Bordcomputers vor.

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Monatsbericht August 2011


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Der Jazz (und natürlich auch ich) darf in Urlaub und erzielt einen neuen Verbrauchsrekord. Außerdem stelle ich die Funktionen des Bordcomputers vor.


Warnhinweis Fahrertüre offen im Bordcomputer. Spar-Jazz

Der August beginnt für den Jazz unspektakulär; aufgrund des guten Wetters fahre ich meistens mit dem Fahrrad in die Arbeit, sodass außer ein paar Fahrten in der Stadt für die Arbeit in der ersten Monatshälfte nicht viel ansteht. Ab Mitte August habe ich dann Urlaub, der zum Teil im Tannheimer Tal verbracht wird. Bei der Hin- und Rückreise bewährt sich der Jazz als geräumiges und — dank Klimaanlage — gut temperiertes Reisefahrzeug.

Am Urlaubsort sind überwiegend nur kurze Strecken zu bewältigen. Auf der ziemlich steilen und kurvigen Zufahrtsstraße zum Hotel bin ich jeden Tag über die Kompaktheit des Wagens froh; es zeigt sich allerdings, wie schon im Juni bei der Alpenüberquerung, dass die Getriebeübersetzung mehr auf Flachland und Kraftstoffsparen optimiert ist.

Den Zweck des Spritsparens erfüllt sie allerdings offensichtlich gut: Auf dieser Reise erreiche ich bei einer Tankfüllung erstmals einen Durchschnittsverbrauch von knapp unter fünf Litern, und das trotz des hitzebedingt häufigen Einsatzes der Klimaanlage. Der Mehrverbrauch bei den Bergauf-Strecken wird jedenfalls durch den Minderverbrauch der Bergab-Passagen augenscheinlich kompensiert, und bei den sommerlichen Temperaturen ist auch die spritfressende Kaltlauf-Phase nicht allzu lang.

Dafür, dass der Jazz mit seinem 1,2 Liter-Benzinmotor weder eine Start-Stopp-Automatik, noch einen Hybridantrieb oder sonstige Hightech-Finessen bietet, bin ich mit dem Verbrauch durchaus zufrieden. Anders betrachtet: mein Golf I Diesel aus den frühen 1980er-Jahren verbrauchte mindestens genauso viel; allerdings mit wesentlich weniger Leistung, Platz und natürlich nicht zu vergleichender Sicherheits- und Komfortausstattung, die das Gewicht erheblich in die Höhe treibt. Ob davon alles nötig ist, sei dahingestellt, jedenfalls ist der Fortschritt meines Erachtens durchaus erkennbar.

Verglichen mit modernen Dieselmotoren ist allerdings noch viel Luft für weitere Verbrauchsreduzierungen. Vielleicht beim Nachfolger …

Der Bordcomputer

Wie im letzten Monatsbericht angekündigt, stelle ich diesmal die verschiedenen Funktionen des Bordcomputers vor. Die Bedienung des Bordcomputers erfolgt über zwei Tasten, die griffgünstig im Lenkrad platziert sind. Weil der Jazz über zwei Tageskilometerzähler (A und B) verfügt, lassen sich zudem Durchschnittsverbräuche für zwei unterschiedliche Fahrtstrecken ermitteln (allerdings fängt der Tageskilometerzähler nach 10.000 Kilometern wieder bei "0" an …). Üblicherweise zeigt das Display die Informationen in Blau an, bei Warnhinweisen wechselt die Anzeige auf Orange.Hier nun die Bedienungselemente und die verschiedenen Anzeigemodi im Bild:

Bedienungstasten des Bordcomputers.
Die zwei Tasten zur Bedienung des Bordcomputers im Lenkrad.

Anzeige Bordcomputer 1.
Die "Grundstellung" des Bordcomputers: Außentemperatur und Gesamtkilometer.

Anzeige Bordcomputer 2.
Momentanverbrauch: dieser wird als Balkengrafik dargestellt.

Anzeige Bordcomputer 3.
Durchschnittsverbrauch (hier für Tageskilometerzähler A).

Anzeige Bordcomputer 4.
Restreichweite des Tankinhalts.

Anzeige Bordcomputer 5.
Fahr- (Betriebs)zeit seit Motorstart.

Anzeige Bordcomputer 6.
Durchschnittsgeschwindigkeit.

Anzeige Bordcomputer 7.
Sitzplatzbelegung der Rücksitzbank sowie Anzeige, ob Gurte angelegt sind.

Anzeige Bordcomputer 8.
Fälligkeit der nächsten Wartung (mit Wartungsstufe) in Tagen.

Anzeige Bordcomputer 9.
Warnhinweis: Fahrertür offen.

Darüber hinaus lassen sich natürlich noch die beiden Tageskilometerzählerstände anzeigen; die jeweilige Info wird statt der Gesamtkilometer angezeigt, daher verzichte ich auf Fotos dazu.

Ansonsten habe ich mittlerweile festgestellt, dass der Bordcomputer den Durchschnittsverbrauch etwas "schön rechnet"; bisher liegt der tatsächliche Verbrauch meistens 0,2 bis 0,4 Liter über dem errechneten Verbrauch (größere Abweichungen liegen wohl eher an unterschiedlichen Füllständen des Tanks). Damit liegt er im Rahmen dessen, was ich von anderen Fahrzeugen mit Bordcomputer bisher gesehen habe.

Auch die Restreichweite weist eine Besonderheit auf: Da der Tank im Jazz unter den Vordersitzen verbaut ist und ziemlich flach ausfällt, erscheint nach etwa 30 genutzten Litern Benzin die Warnung für Kraftstoffmangel. Das Tankvolumen beträgt allerdings 42 Liter, sodass theoretisch das Benzin noch für 150 bis 200 Kilometer ausreichen müsste.

Das Fahrerhandbuch warnt allerdings davor, den Tankinhalt bis auf den letzten Rest auszunutzen, da eventuell in Kurven die Benzinpumpe aufgrund der Form des Tanks schon keinen Kraftstoff mehr fördern kann, was zu Zündaussetzern führen könne, die wiederum möglicherweise den Katalysator schädigen. Der Bordcomputer trägt dem Rechnung, indem er schon bei etwa 34 Litern eine Restreichweite von "0" Kilometern anzeigt; viel mehr wollte ich dann allerdings auch nicht mehr riskieren, sodass ich bisher höchstens knapp über 35 Liter getankt habe. Nun gut, vielleicht können mutigere Jazz-Fahrer hierzu ihre Erfahrungen berichten.

Im nächsten Monatsbericht werde ich unter anderem die verschiedenen Möglichkeiten des Rücksitzkonzepts vorstellen.

Zusammenfassung

31.8.2011, Kilometer: 8.457.

Der aktuelle Durchschnittsverbrauch über gesamte Laufleistung liegt bei: Verbrauchsberechnung bei Spritmonitor.de. (Details zeigt der Link)

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