Statistik Januar 2016 mit erhöhtem Kraftstoffverbrauch. 40.000-Kilometer-Wartung mangelhaft durchgeführt. Telematik-Stick der KFZ-Versicherung in Betrieb genommen.

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Statistik Januar 2016 mit erhöhtem Kraftstoffverbrauch. 40.000-Kilometer-Wartung mangelhaft durchgeführt. Telematik-Stick der KFZ-Versicherung in Betrieb genommen.


Servicezettel im Motorraum. Statistik Januar 2016, 41.700 km (Monatsabschluss)

Der Winter fordert einen Tribut, insbesondere durch die zeitweise recht kalte Witterung, aber auch Schnee befand sich zeitweise auf der Straße und erhöhte den Rollwiderstand. Der errechnete Kraftstoffverbrauch lag, bezogen auf die gefahrenen 3.100 km, bei stolzen 4,98 l/100 km. Nun ja, für den Winterbetrieb ist das relativ normal, im letzten Winter hatte ich in der Spitze bis 5,1 l Verbrauch. Den erhöhten Rollwiderstand bei Schnee oder Regen kann ich nachvollziehen, den Mehrverbrauch hinsichtlich der kalten Lufttemperatur nicht, es ist eben so, warum auch immer. Verehrte Leser, wenn Sie mir hierfür eine Erklärung liefern können, wäre ich Ihnen sehr dankbar dafür.

In der Mitte des Monats habe ich bis minus 14 Grad Lufttemperatur gemessen, hierbei tat sich dann auch die ECO Fahrbewertung schwer, mir alle fünf Pflanzen voll "belaubt" anzuzeigen, der Verbrauch stieg einfach an, mehr als ich ihn mit meiner defensiven Fahrweise ausgleichen konnte.

Interessant dabei ist ein Hinweis von Honda im Fahrerhandbuch auf Seite 283, hier heißt es sinngemäß:

"Bei Frost, oder wenn der Wagen einige Tage nicht gefahren wurde, soll man den Motor im Stand einige Minuten warmlaufen lassen."

Honda erwähnt dazu ergänzend und vollkommen korrekt:

"In Deutschland nach §30 StVO verboten."

Was soll denn dieser Unsinn? Auf diesen Hinweis sollte Honda verzichten. Sind wir mal ehrlich, wer hat nicht schon den Motor vor dem Fahren gestartet, um dann noch die Scheiben vom Eis zu befreien? Anweisen wird das niemand, aus bekannten und auch nachvollziehbaren Gründen.

Der 40.000-Kilometer-Service bei der Firma Nau in Marburg, leider mangelhaft ausgeführt

Jetzt komme ich leider erneut zu einem unangenehmen Thema, der letzten planmäßigen Wartung meines Wagens.

Im Mai 2015 hatte ich die Firma Nau in Marburg damit beauftragt, den 20.000-Kilometer-Service an meinem Wagen durchzuführen. Ich war mit dem Ergebnis nicht zufrieden, die Wartung wurde unsachgemäß durchgeführt, der Wechsel des Motoröls wurde vergessen. Nie zuvor hatte ich das erlebt, auf mehr als einer Million Kilometern Fahrerfahrung auf verschiedenen Marken und Fahrzeugen.

Wie dem auch sei, bei mir bekommt fast jeder eine zweite Chance, so auch die Firma Nau in Marburg.

Der 40.000-Kilometer-Service mit dem Wartungscode "AB23" stand an, der Code beschreibt die auszuführenden Arbeiten, im Kern ist das hier beispielsweise der Wechsel des Motoröls und dessen Filter, wie auch des CVT Getriebeöls. Ergänzend ist eine Korrosionsschutzkontrolle fällig, der Wechsel des Luft- und Pollenfilters, der Antriebsriemen der Lichtmaschine wird geprüft.

Der letzte Servicenachweis vom 10. Juni 2015 kündigte für 10/2015 eine Wartung an, zum Korrosionsschutz, offenbar ist diese Wartung ein Jahr nach der Zulassung fällig. Nun wurde mein Wagen aber schon im Mai 2014 gebaut und erst im Oktober 2014 als Neuwagen durch mich zugelassen, wie sinnvoll ist da diese Vorgabe? Hinzu kommt, im Fahrerhandbuch steht ausdrücklich vermerkt, falls vorhanden, gilt die elektronische Wartungsanzeige im Wagen. Diese ist bei mir vorhanden, so erwarte ich, dass die zugehörigen Kontrollausdrucke des elektronischen Wartungsnachweises darauf abgestimmt sind und keine Fehlinformationen aufzeigen.

Ich vereinbarte telefonisch einen Termin zur Wartung und bekam auch recht kurzfristig und wie gewünscht den Termin zum 15. Januar 2016. Da ich meine Fahrten recht gut planen kann, rechnete ich die verbleibende Distanz bis zur Fälligkeit hoch und so ergab sich mein Terminvorschlag. Die Firma Nau bot mir wieder kostenfrei einen Ersatzwagen an, ich nahm das Angebot gerne an und konnte damit ersatzweise auf kostenpflichtiges Carsharing bei DB Flinkster verzichten. Hinzu kam, meine Frau befand sich in einem abgelegenen Krankenhaus und ich wollte sie natürlich besuchen, so fiel etwas mehr Kilometerleistung an, als rein die Verbindung zwischen dem Autohaus und meiner Wohnung. Statt der minimalen 45 bis 50 km rechnete ich hier mit über 100 km, wegen des Umwegs zum Krankenhaus.

Abgabe meines Wagen beim Autohaus Nau in Marburg

Am Morgen des 15. Januar 2016 fand ich mich, wie vereinbart, pünktlich um acht Uhr bei der Firma Nau ein. Vor der Abgabe habe ich eine kleine "Datensicherung" meines Wagen vorgenommen, ich gab ihn mit 40.078 km auf dem Tacho ab, die fällige Wartung wurde nach Anzeige des Bordcomputers um 79 km überschritten. Der Füllstand des Motoröls betrug am Peilstab etwa 80%, der des CVT Getriebeöls minimal über der "Hot max"-Markierung, er war seit der Auslieferung des Wagens unverändert. Ergänzend hierzu habe ich die Peilstäbe und andere Fixpunkte fotografiert, um spätere Veränderungen erkennen zu können.

Mit dem Serviceheft des Wagens und dem Schlüssel stand ich nun um acht Uhr an der Serviceannahme und hier hatte ich dann auch gleich das erste kleine Problem, die Mitarbeiterin fand ihn nicht in der EDV. Der Servicemeister hatte inzwischen den Fahrzeugschlüssel abgeholt, um den Wagen in die Annahmehalle zu bringen. Die Mitarbeiterin bemühte sich freundlich gestimmt weiter, leider erfolglos, letztlich bat sie um den Fahrzeugschein. Da ich diesen, gemeinsam mit dem Wagen, dem Servicemeister überlassen hatte, ging ich durch die Verbindungstür nach nebenan in die Annahmehalle, um meinen Fahrzeugschein zu holen. Mittels dessen hatte die Mitarbeiterin nun auch Erfolg, sie fand über die Fahrgestellnummer meinen Wagen in der EDV und erkannte Eingabefehler in den Stammdaten, die sie korrigierte.

Wo war doch gleich der Tresor Schlüssel?

Nun gut, eine Kleinigkeit, so etwas kommt vor, vermutlich ein Flüchtigkeitsfehler bei der Eingabe, was leicht zu klären war. Neben mir befand sich ein anderer Kunde am Servicetresen, um dort eine Rechnung zu bezahlen. Dieses Vorhaben scheiterte zunächst, denn die Mitarbeiterinnen konnten den Tresorschlüssel nicht finden, um an das Wechselgeld zu gelangen. Ich musste einfach schmunzeln und schaute dem hektischen Treiben zu. Letztlich tauchte eine Wechselgeldkassette für die Kasse auf und der Kunde konnte bezahlen, während weiter eifrig nach dem Tresorschlüssel gesucht wurde. Woher die Geldkassette kam, erschloss sich mir nicht, im Tresor wurde sie offenbar nicht aufbewahrt.

Mich betraf es nicht, der Wartungsauftrag für meinen Wagen wurde geschrieben und nach der obligatorischen Prüfung meines Führerscheins bekam ich einen Ersatzwagen, diesmal einen neuwertigen Opel Mokka 4x4 1,4i mit 140 PS zum Hauspreis von 27.500 Euro, wie das Fahrzeugdatenblatt im Wagen auswies, etwa 3.000 km hatte der Mokka auf dem Tacho.

Doch ganz so schnell wollte ich die Firma Nau nicht verlassen, denn da war ja noch etwas …

Keine Bedienung in der Neuwagenausstellung

Es gab beim Honda Jazz einen Modellwechsel und so hatte ich nun die Gelegenheit, mir den Wagen einmal real anzuschauen, nachdem ich ihn bisher nur aus dem Prospekt kannte und er dabei nicht den besten Eindruck auf mich machte, hinsichtlich seiner kantigen Optik.

Die Neuwagenausstellung im Gebäude der Serviceannahme wurde von Hyundai Fahrzeugen dominiert, Opel und Honda waren im Nachbargebäude zu finden, im großen Ausstellungsraum. Ich ging also nach nebenan, fand viele Opel-Fahrzeuge vor, entdeckte dann auch einen Honda Civic und dahinter dann endlich den einzigen Honda Jazz. Im Herbst 2014, in Vorbereitung auf die Kaufentscheidung, schaute ich mir den Jazz in der Filiale Gießen an, hier fand ich damals gleich drei Jazz Modelle vor. Nun gut, mir genügte damals ein Jazz und daran hat sich inzwischen nichts geändert, Quantität bringt mich hier nicht weiter.

Zu meinen Eindrücken zum neuen Jazz bald mehr, ich habe auch Fotos gemacht. Doch warum erwähne ich das hier, wenn ich erst später zum neuen Jazz berichten werde? Nun, ich empfand es als sehr ungewöhnlich, dass mich kein Verkäufer angesprochen hat, mir seine Beratung oder Hilfe anbot. Zugegeben, so gegen acht Uhr dreißig war ich noch etwas früh dran, aber die Geschäftsräume waren geöffnet und beleuchtet, die Verkäufer befanden sich in deren Büros und schauten mir distanziert zu, wie ich um den Jazz schlich, Hauben und Türen öffnete, darunter und darüber schaute, mich hinein setze, Sitze umlegte und Weiteres.

Sehr seltsam, wäre ich hier Verkäufer, würde ich den möglichen Kunden begrüßen und ihm meine Beratung anbieten, lehnt der Kunde danken ab, mich diskret beobachtend zurückziehen. Wie dem auch sei, eine Beratung benötigte ich nicht, doch woran sollten die Verkäufer das erkennen, zumal ich ja auch immer wieder demonstrativ quer durch den Verkaufsraum zu ihnen blickte. Im Neuwagenverkauf ist man hier offenbar nicht besonders aktiv, so mein persönlichen Eindruck aus dieser einmaligen Stichprobe. Da war man im Herbst 2014 in Gießen mehr auf Zack, ich wurde sofort angesprochen und man bat mir eine Beratung an.

Der Opel Mokka Ersatzwagen

Opel Mokka 1,4i 4x4.
Opel Mokka 1,4i 4x4.

Mit dem Mokka-Ersatzwagen kam ich sehr gut zurecht und ich muss ehrlich anmerken, er hat mich beeindruckt, wie kein anderer Opel mehr nach unserem damaligen Meriva. Ein tolles Auto, kompakt und dennoch geräumig und recht übersichtlich, lediglich die Instrumentierung erschien mir an der Mittelkonsole stark überladen, aber den Stil pflegen auch andere Hersteller, leider. Der Wagen fuhr sich ausgezeichnete, die 6-Gang-Handschaltung knackig, kurze Wege und präzise Gangwechsel. Um es vorwegzusagen, ich fuhr den Wagen nicht anders als meinen eigenen, also recht defensiv, dennoch waren auch Steigungsstrecken zu befahren und es war kalt, leichter Frost. Der 140 PS 1,4 l Motor quälte sich mit dem Mokka nicht, den Allradantrieb habe ich nicht gespürt, aber wirklich viel Schnee hatte ich auch nicht auf der Straße und im Gelände fuhr ich natürlich nicht. Letzteres wäre vermutlich auch nur sehr eingeschränkt möglich, so kennt man die SUVs, für Gelände eher ungeeignet, sie sehen nur so aus als ob … und eine Geländeuntersetzung und Differentialsperren haben sie gewöhnlich sowieso nicht, so muss auch der Mokka darauf verzichten.

Ich fuhr den Mokka als ganz normalen hochbeinigen PKW und nichts anderes ist er in meinen Augen auch. Der Sitzkomfort war ausgezeichnet, die leichte erhöhte Position und der gute Rundumblick auch, lediglich die winzige Heckscheibe und die breiten C-Säulen trübten etwas die hintere Sicht. Der Motor lief sehr leise, wie man es von einem Benziner oft auch kennt, lediglich der Turbolader war leise pfeifend zu vernehmen, im Turbo Astra im Oktober 2015 auf Menorca war er aber nicht zu hören.

Etwa 120 km fuhr ich mit dem Mokka, weitgehend Land- und Bundesstraßen und ich muss sagen, ich hätte ihn gerne behalten, könnte mich auf Dauer sehr gut damit arrangieren und meine Frau sicherlich auch. Hinsichtlich des Kraftstoffverbrauchs konnte ich auch nicht klagen, defensiv gefahren zeigte mir der Bordcomputer 6,6 l/100 km an, ein durchaus angemessener Wert für diesen Wagen und diese Bauform.

Nun gut, damit bin ich wieder um eine Erfahrung reicher, real würde ich ihn wahrscheinlich nicht kaufen, sehr viel Geld für solch ein Auto, da investiere ich lieber nachhaltiger, in einen Hybrid, ein Elektrofahrzeug oder ähnliches. Für solch eine Summe gibt es auch viele andere für mich höchst attraktive Fahrzeuge, aber der Mokka wäre definitiv eine Überlegung wert, meine Frau würde ihn sicher bevorzugen. Die Fahrzeugwahl ist doch eine höchst individuelle Angelegenheit und meine diesbezüglichen Vorstellungen sowieso.

Abholung meines Wagen vom Service

Jede Wartung sollte ihr Ende finden, so auch die meines Wagens und damit auch das Ende der Opel-Mokka-Nutzung. Mit meiner Tochter als Beifahrer hatte ich den Krankenhausbesuch abgeschlossen und war auf dem Weg zu Opel Nau nach Marburg. Meine Tochter wunderte sich, dass ich dem Mokka nicht die "Sporen" gab, doch wozu? Einerseits behandele ich fremde Fahrzeuge nicht anders als meine eigenen, andererseits war vereinzelt leichte Schneeglätte auf der Straße, ich fuhr also sorgsam mit dem Mokka und genoss die Fahrt mit ihm dennoch, er bleibt mir in sehr angenehmer Erinnerung. Meine Tochter hatte einen Mokka-Ersatzwagen etwas später auch, als ihr Opel Adam bei der Firma Nau zum Service war, jedoch in einer anderen Geschäftsstelle.

Nun ja, ich war auf das Ergebnis der Wartung sehr gespannt und hoffte auf eine mängelfreie Wartung. Am Nachmittag waren wir bei Opel/Honda Nau in Marburg zurück, zuvor hatte ich den Ersatzwagen großzügig betankt. Bei der Firma Nau ist es üblich, dass der Nutzer den Ersatzwagen für die gefahrene Strecke angemessen betankt, kontrolliert wird das nicht, wie auch der Zustand des Wagens nicht, aber ich meine, es gehört sich, den guten Service auch großzügig zu honorieren. Diesbezüglich hatte ich bei der Firma Nau niemals Grund zur Beschwerde, meine Tochter auch nicht.

Ich betrat mit meiner Tochter den Raum der Serviceannahme und die beiden jungen Damen an der Serviceannahme gaben uns gleich den Hinweis, uns doch bitte noch etwas zu gedulden. Der Grund hierfür war schnell ausgemacht, sie waren mit einem Kaffeestückchen befasst. Nun gut, eine Pause muss ja auch mal sein, aber vor Kunden? Ich habe dazu eine andere Haltung. Bemerkenswert fand ich, dass auch meiner Tochter dieses Verhalten sofort auffiel, sie merkte an, dass sie sich das mal erlauben sollte, vor Kunden, Ihr Chef würde ihr etwas erzählen …

Nun ja, eine löbliche Einstellung. Zur Ehrenrettung der Firma Nau sei angemerkt, wir musste wirklich nur kurz warten und ich hatte kein Problem damit, andere Kunden oder eben auch meine Tochter, stört es wohl mehr. Wir sind ja alle nur Menschen und es kann bestimmt nicht falsch sein, bei Hunger oder Durst mal kurz etwas zu sich zu nehmen. An meinem Arbeitsplatz sind Pausen nicht vorgesehen und auch nicht möglich, es ist daher üblich und nötig, während der Geschäftsausübung etwas zu sich zu nehmen, möglichst ohne Kundenrückstellung natürlich.

Wichtiger war mir jedoch die Qualität der durchgeführten Arbeiten zu prüfen, denn deswegen war ich ja da, nicht um die Aufmerksamkeit der Servicemitarbeiterinnen zu testen.

Ich gab den Mokka-Ersatzwagen zurück und erhielt meinen Autoschlüssel zurück, wie üblich, ohne eine Erläuterung der durchgeführten Arbeiten oder gar eine Checkliste/Arbeitsliste, von einer Rechnungskopie ganz zu schweigen.

Hinsichtlich der Rechnung merke ich hier erinnernd an, die Wartung wird intern von Honda über ein Servicepaket abgerechnet, so muss mir die Firma Nau keine Rechnung schreiben, als Nachweis der durchgeführten Arbeiten und der verbrauchten Arbeitsmittel wäre eine Kopie derer aber wünschenswert.

Die letzte Wartung im Mai 2015 verlief ebenso, auch damals wurden mir die durchgeführten Arbeiten nicht erläutert, es gab auch keine Checkliste, so fiel der vergessene Ölwechsel dann auch nicht auf, mir jedoch schon …

Mein Wagen zurück vom Service

Ich öffnete meinen Wagen und fand ihn unbeschädigt vor, wie sollte es auch anders sein. Unnötige persönliche Dinge entfernte ich aus dem Wagen, räumte auch den Kofferraum aus, die "Winter-Notfall-Ausrüstung" als Schichtpendler war hier nicht erforderlich. Unter dem Kofferraumboden gibt es zwar nichts zu schauen, hier gibt es kein Ersatzrad, lediglich eine vom Kofferraum aus unzugängliche Batterie, für das IMA Hybrid-System. Auf dem Kofferraumboden fand ich ein rotes längliches Päckchen vor, ein Geschenk des Hauses? Nein, ein Warndreieck. Nanu, wozu? Mein Wagen wurde im Mai 2014 gebaut, im Oktober 2014 kaufte ich ihn als Neuwagen, es wäre recht unwahrscheinlich, jetzt schon das Verfallsdatum des Verbandsmaterials erreicht zu haben, aber man kontrollierte es dennoch und vielleicht soll diese Geste das anzeigen. Ganz hinten, am Heckabschlussblech des Kofferraums, befindet sich ein kleines Staufach im Boden, verschlossen durch eine Klappe, es nimmt genau dieses Warndreieck und das Verbandsmaterial-Päckchen auf. In der Tat, es war mein Warndreieck, man hatte es dem Fach entnommen und nicht in dieses zurückgelegt.

Sonst fand ich rein augenscheinlich nichts Auffälliges vor.

Der Bordcomputer zeigt die Verbrauchshistorie an.
Der Bordcomputer zeigt die Verbrauchshistorie an.

Dem Bordcomputer konnte ich entnehmen, dass der Tachostand um 10 km erhöht war, die obligatorische Probefahrt fand also statt. Ferner erkannte ich am Bordcomputer, dass in der Verbrauchshistorie der letzte Eintrag fehlte. Angezeigt werden hier der aktuelle Kraftstoffverbrauch, wie auch die letzten drei Verbräuche. Vermutlich gingen die Daten bei der Rücksetzung der Wartungsanzeige verloren, anders kann ich mir das nicht erklären.

In Ergänzung hierzu fällt mir ebenfalls auf, dass die ECO-Fahrbewertung auch zurückgesetzt wurde, der Grund hierfür ist für mich nicht ersichtlich, beim letzten Service war das nicht der Fall. Aus meiner Einschätzung sollte es genügen, lediglich die Wartungsanzeige zurückzusetzen.

Der Bordcomputer zeigt die nächste Wartung an.
Der Bordcomputer zeigt die nächste Wartung an.

Die Wartungsanzeige wurde zurückgesetzt, so liegen nun wieder rund 20.000 km bis zum nächsten "B" Service vor mir, ich erwarte ihn, grob geschätzt, im September 2016.

Im Wagen fand ich dann auch das Serviceheft vor, sowie den zugehörigen Ausdruck des elektronischen Wartungsnachweises. Ich merke hier erneut an, dieser Beleg ist sehr pauschal gehalten und keinesfalls mit einer Checkliste der durchgeführten Arbeiten vergleichbar, denn eine solche erhielt ich bisher bei jedem Händler jeden Fabrikats, zugehörig zum durchgeführten Service.

Der Belegausdruck des Servicenachweises gibt zudem Hinweis darauf, dass die nächste Wartung bei einer Laufleistung von 60.000 km in 08/2016 fällig wird, zu wechseln ist das Motoröl und dessen Filter, wie auch der Luftfilter. Der Luftfilter wurde aber doch gerade erst bei diesem Service gewechselt, ist er nun nach weiteren 20.000 km erneut fällig? Ich mag das nicht glauben und orientiere mich weiterhin an der elektronischen Wartungsanzeige im Wagen, die zugehörigen Arbeiten sind im Fahrerhandbuch abgedruckt und hier ist beim B Service kein Luftfilter zu wechseln.

Der Motorraum nach 40.000 km.
Der Motorraum nach 40.000 Kilometern.

Nach dem unzureichenden Ergebnis der letzten Wartung erscheint mir eine stichprobenhafte Kontrolle der ausgeführten Arbeiten nötig. Fündig wurde ich beim Öl, weitere Mängel entdeckte ich nicht.

Der Motor wurde nicht mit dem vom Hersteller vorgegebenen Öl befüllt

Servicezettel im Motorraum.
Servicezettel im Motorraum.

Der Servicezettel im Motorraum irritierte mich sehr, denn gemäß dessen, hat die Firma Nau den Motor nicht mit dem von Honda vorgegebenen Motoröl befüllt, hierzu auch mein Monatsbericht Juni 2015. Hier wurde der Ölwechsel vergessen, in der Nachbesserung dessen beschrieb ich dann das spezielle Motoröl.

Für dieses kniffelige Thema erlaube ich mir ausnahmsweise Honda präzise zu zitieren, ich möchte damit in keiner Form das Urheberrecht der folgenden Aussage verletzen, es geht mir lediglich darum, aufzuzeigen, wie präzise Honda das Verbrauchsmaterial und den Service auf seine Produkte abstimmt. Ich finde das bemerkenswert und kann keinen Grund erkennen, diese Herstellervorgabe zu umgehen. Ich habe ein wertiges und sehr effizientes Fahrzeug erworben, so möchte ich diese Werte auch optimal erhalten.

Honda schreibt dazu auf Seite 343 des Fahrerhandbuches:

"Öl ist für die Leistungsfähigkeit und Lebensdauer des Motors besonders wichtig. Ausschließlich Detergens-Premiumöl verwenden. Es ist unbedingt zu empfehlen, nur Original-Honda-Green Oil ACEA A5/B5 zu verwenden, solange Sie im Besitz des Fahrzeugs sind."

Wie dem Servicezettel im Motorraum zu entnehmen ist, hat die Firma Nau ein anderes Öl eingefüllt, 5 W-30, ohne nähere Definition. Es erfolgte auch keine Abstimmung mit mir. Wenn vom Serviceplan abgewichen wird, so erwarte ich unbedingt, dass dies mit mir abgestimmt wird, eigenmächtiges Handeln, gegen die Herstellervorgabe, akzeptiere ich nicht.

Ach übrigens, wo ich gerade beim Motoröl bin und spitzfindig wie ich bin, fiel mir eine interessante Angabe im Fahrerhandbuch auf. Honda gibt die Füllmenge des Motoröls inklusive Filter mit 3,6 l an. Nun gut, eine gängige Füllmenge in dieser Fahrzeugklasse. Ergänzend wird aber angemerkt, dass die Gesamtmenge des Motoröls, inklusive des im Motor verbleibenden Öls, 4,2 l beträgt. Ich interpretiere daraus, dass eine Restmenge von 0,6 l nicht abgelassen werden kann, also im Motor verbleibt, die Ölablassöffnung muss demnach suboptimal an der Ölwanne angebracht sein. Nun gut, es ist eben so, ich habe damit kein Problem.

Zurück zum befüllten Motoröl, ich kann der Angabe auf dem Zettel im Motorraum nicht entnehmen, um welche Ölart (synthetisch, mineral oder gemischt) es sich handelt, zudem entspricht die Viskosität nicht der Vorgabe und der Motor wird schwerer laufen. Ich möchte an dieser Stelle anmerken, er dreht auch im rein elektrischen Fahrbetrieb mit, denn er ist fest mit dem Elektromotor verbunden, lediglich wie Ventile werden hierbei auf "Durchzug" geschaltet, um die Kompression im den Zylinderräumen zu minimieren, damit also auch den Widerstand.

Honda gestattet auf der Folgeseite im Fahrerhandbuch zwar auch diese Viskositätsklasse, doch der vorgenannte Hinweis auf Seite 343 ist mehr als eindeutig, eine klare Ansage zum speziellen Motoröl für die Honda Hybrid Fahrzeuge. Ich sehe da keinen Interpretationsspielraum, wenn die Wartung nach Herstellervorgabe und optimal durchgeführt wird.

Eine Recherche zum vorgegebenen Öl ergab, das Vergleichsöle die seltsame Klasse 0 W-16 haben, vereinzelt ist auch 0nbsp;W-20 zu entnehmen, während Honda auf der Ölflasche keine Angabe zur Viskosität macht, aber eben dieses Öl vorschreibt.

Bei der Terminvereinbarung zum fälligen Service habe ich den Code "AB23" benannt, erforderliches Verbrauchsmaterial hätte also beschafft werden können, wenn es nicht am Lager ist.

Die Unterschiede mögen nicht groß sein, aber dennoch, wenn sich durch eine Wartung die Effizienz meines Wagens verschlechtert, dann möchte ich dazu gefragt werden und eben dies erfolgte leider nicht.

Der Ölstand am Peilstab betrug etwa 80%, also in der Spanne zwischen der "Min"- und "Max"-Markierung. Optimal ist das nicht, aber akzeptabel.

Der Wechsel des CVT-Getriebeöls

Ölstand am Peilstab des CVT Getriebes vor dem Service. Ölstand am Peilstab des CVT Getriebes nach dem Service.
Ölstand am Peilstab des CVT Getriebes vor und nach dem Service.

Nach dem Bericht zu Motoröl werden Sie mich für einen Pedanten halten und vielleicht bin ich das auch, falls nicht, dann werde ich jetzt ein Pedant, lesen Sie selbst.

Ich habe mir natürlich auch die Kontrolle des Getriebeöls nicht nehmen lassen. Die Viskosität kann ich leider nicht prüfen, eine Angabe dazu hat die Firma Nau nicht gemacht, so kann ich nur hoffen, dass hier das vorgegebene Öl eingefüllt wurde. Honda spezifiziert hier das zu verwendende Öl ähnlich streng wie das des Motors und das ist auch nachvollziehbar, denn die CVT-Getriebeautomatik soll diesbezüglich sehr empfindlich sein, wie diverse Forenbeträge aufzeigen. "Normales" Getriebeöl ist keinesfalls zu verwenden, wie beispielsweise SAE 80 oder SAE 90, ich hatte es in anderen PKWs oder Motorrädern.

Nun gut, ich muss hier der Firma Nau vertrauen, aber es fällt mir schwer, die beiden bisher erfolgten Wartungen wurden aus meiner Sicht unzureichend ausgeführt. Zudem wurde das verwandte Verbrauchsmaterial bei keiner Wartung dargelegt, ich habe also keinen Beleg darüber, welche Öle verwandt wurden. So soll das nicht sein, eben deshalb ist eine präzise Rechnung und eine Checkliste erforderlich.

Zurück zum Getriebeöl. Honda beziffert die Füllmenge beim Ölwechsel mit 2,8 l, die Gesamtfüllmenge mit 5,2 l, so entnehme ich es dem Fahrerhandbuch. Denken Sie bitte kurz an die Füllmenge des Motoröls zurück, hier betrug die Differenz 0,6 l, jetzt sind es stolze 2,4 l. Ich kann das nur so interpretieren, dass beim Ölwechsel fast die Hälfte der Ölmenge im Getriebe verbleibt, der Ölablassöffnung muss demnach sehr ungünstig angebracht sein.

Wie dem auch sei, auf dem ersten Bild sehen Sie den Ölstand vor dem Service, auf dem zweiten Bild den danach.

Zunächst einmal sollte ich Ihnen die Markierungen am Peilstab zur Ölstandskontrolle erklären, denn auf mich wirken sie sehr sonderbar, solche Markierungen sah ich nie zuvor, an keinem PKW, Motorrad oder auch Garten- oder Baugerätemotor.

Der Peilstab hat drei Bohrungen, der Bereich zwischen der unteren (links im Bild) und der mittleren ist mit "Cold" gekennzeichnet, der Bereich zwischen der mittleren und der oberen (rechts im Bild) mit "Hot". An sich kann man sich hierbei denken, was dies zu bedeuten hat, doch ist Ihre und meine Schlussfolgerung nur teilweise richtig, denn der Bereich "Cold" wird nicht erwähnt, eine Ölstandkontrolle in diesem Ablesebereich ist nicht vorgesehen.

Honda gibt vor, nachzulesen im Fahrerhandbuch, den Ölstand warm zu prüfen. Hierzu wird der Wagen eben abgestellt und der Motor läuft im Leerlauf, bis sich der Lüfter am Kühler einschaltet. Nun kann der Motor abgeschaltet werden und man soll zur Ölstandkontrolle 60 Sekunden warten, aber nicht länger als 90 Sekunden, der Ölstand wird am Peilstab zwischen der mittleren und oberen Bohrung abgelesen, also im "Hot" Bereich.

Die Ölstandkontrolle klingt hinsichtlich deren Prozedur kompliziert, aber die Vorgabe ist fast klar verständlich. Wäre ich nicht so ein Pedant, würde ich mir wohl keine Gedanken darüber machen, wie wenig logisch und präzise diese Prozedur klingt.

Ich frage mich dazu:

  1. Wozu hat der Peilstab eine "Cold" Markierung, wenn diese nicht zu verwenden ist, es dafür keine Beschreibung der Ölstandkontrolle gibt?
  2. In welcher Stellung muss sich der Getriebewählhebel befinden, "P", "N" oder gar "D" oder "R"? (D und R ist unwahrscheinlich, man müsste die Bremse halten, P und N könnte aber einen Unterschied machen, hinsichtlich dessen, ob das Getriebe vielleicht im Leerlauf mitläuft oder ganz abgekoppelt ist, Honda sollte hier eine Vorgabe machen, dann wäre das präzise definiert).
  3. Die Temperatur des Kühlwassers hängt nur mittelbar mit der des Motoröls zusammen und beides wiederum ebenfalls nur mittelbar mit der des Getriebeöls. Wenn nach einigen Minuten der Lüfter am Kühler läuft, weil der Fahrtwind fehlt, der Motor aber leicht im Leerlauf läuft, warum soll sich dabei die Temperatur der Öle maßgeblich erhöhen, insbesondere die des Getriebeöls?

Den Punkt drei ergänzend ausgeführt, würde es nicht mehr Sinn machen, eine bestimmte Fahrstrecke vorzugeben, damit das Getriebe auch belastet wird, denn nur um dieses geht es ja? Beispielsweise eine Fahrtstrecke von mindestens 10 km mit mindestens 80 km/h? Nun ja, die Ölstandkontrolle am Getriebe erscheint mir sehr suspekt, ich habe sie jeweils nach Vorgabe durchgeführt und das Getriebe dabei auf die Stufe "P" geschaltet. Korrekt oder nicht korrekt, die Umgebungsbedingungen waren identisch, die Ölfüllstände leider nicht.

Das obige linke Bild zeigt den Füllstand direkt vor dem 40.000-Kilometer-Service, der Füllstand hat sich seit der Neuwagenauslieferung (Oktober 2014) nicht verändert, während das rechte Bild den reduzierten Ölfüllstand nach dem 40.000-Kilometer-Service zeigt, der Füllstand ist deutlich geringer, nur knapp über den "Min" Markierung, für die die mittlere Bohrung am Peilstab steht, bezogen auf den "Hot" Bereich. Kritisch ist das ganz bestimmt nicht, aber angesichts der geringen Bandbreite zwischen den Grenzmarkierungen alles andere als optimal, jedenfalls hinsichtlich meiner Erwartungen an einen präzisen und fachgerechten Service in einer Honda-Vertragswerkstatt.

Gemäß Peilstab wäre der Ölfüllstand im CVT-Getriebe schon bei der Neuwagenauslieferung etwas zu hoch, ich bin mir aber fast sicher, dass Honda im Rahmen der Fertigung sicherlich die Füllmengen präzise einhält, vermutlich durch einen Automaten befüllt und kontrolliert.

Reklamation des unzureichend ausgeführten 40.000-Kilometer-Services bei der Firma Nau

Die Fehlbefüllung des Motoröls ärgert mich sehr. Der etwas zu geringe Füllstand des CVT-Getriebes ist unschön und eher kein Mangel, allenfalls ein geringer. Die Kontrolle des verwendeten Öls ist nicht möglich. Die Firma Nau macht dazu keine Angabe, weder auf dem Wartungszettel im Motorraum, noch mittels einer Checkliste der Wartung. Die ausgeführten Arbeiten werden hier nicht im Detail belegt und auch nicht erläutert. Dies war auch beim ersten Service im Mai 2015 so. Der elektronische Servicenachweis im Zentralcomputer bei Honda ersetzt quasi nur die Stempel im klassischen Serviceheft, ersetzt aber eben nicht die Checkliste zu den durchgeführten Wartungsarbeiten, die ich bisher von jeder Werkstatt und jeder Marke bekam, PKW wie auch Motorrad.

Ich reklamierte also nach meiner Kontrolle die durchgeführten Arbeiten schriftlich mittels Email bei der Firma Nau. Am 20. Januar kontaktierte mich die Serviceleitung, mit dem Hinweis, man werde mein Anliegen prüfen und sich in der nächsten Tagen bei mir melden.

Wir tauschten einige Emails aus, kamen in der Sache aber nicht weiter, denn ich blieb bei meiner Haltung und die Firma Nau bei ihrer. Ein gemeinsames Gespräch erschien sinnvoll, im Beisein eines Meisters. Die Terminfindung war schwierig, auch meinerseits, denn ich bin natürlich berufstätig. Es ist mir auch lästig, nach einem Service zur Nachbesserung zu fahren, mit einer einfachen Wegstrecke von knapp 25 km.

Nun gut, letztlich übernahm die Geschäftsleitung der Filiale die Korrespondenz und wir fanden einen Termin zum Morgen des 26. Januar, der Geschäftsführer würde zugegen sein, wie auch ein Meister.

Reklamationsgespräch mit dem Filialleiter

Ich fand mich pünktlich am 26. Januar bei der Firma Nau in Marburg ein und der Filialleiter begrüßte mich freundlich, auf den Meister mussten wir leider verzichten, er war verhindert. Nun gut, ich erkannte, der Filialleiter kommt aus der Branche und schraubte früher selbst in der Werkstatt, eine Gesprächsbasis zu Details war also gegeben, mit einem reinen Kaufmann hätte ich diese eher nicht finden können, hinsichtlich der technischen Detailfragen.

Das Gespräch verlief sehr angenehm, man kann sagen auf Augenhöhe, wir gingen aufeinander ein und besprachen die anliegenden Punkte.

Zum Öl merkte der Filialleiter an, es sei auch zugelassen, richtig, ich schilderte es ja eingangs, aber Honda macht unmissverständliche Vorschriften zum speziellen Öl für diese Hybrid-Fahrzeuge, andere Viskositäten sind allenfalls eine Notoption, die Verwendung wird nicht empfohlen. Ich schmunzelte, als man mir sagte, es wäre allenfalls mit einem geringen Mehrverbrauch von 0,1 bis 0,2 l/100 km Kraftstoff zu rechnen. In der Tat, in dieser Größenordnung könnte er sich bewegen, aber damit hätte ich einen um bis zu 5% erhöhten Kraftstoffverbrauch zu akzeptieren. Warum sollte ich das tun? Natürlich ist das nicht viel, aber es geht mir auch um das Prinzip und meine Statistik, ich möchte einen möglichst optimalen Verbrauch erzielen und fahre den Wagen dementsprechend. Wenn ich überwiegend meine Pendlerstrecke befahre, sind die Verbräuche recht präzise vergleichbar, warum sollte ich hier nun einen leicht erhöhten Kraftstoffverbrauch akzeptieren? Ich werde es nicht tun.

Den meisten Autofahrern werden 0,1 bis 0,2 l/100 km nicht auffallen, mir auch nicht immer, besonders bei Kälte oder Kurzstrecken. Auf den langen Pendlerstrecken und ohne Kälte weise ich das aber nach, denn ich fahre sehr konstant, also vergleichbar.

Man räumt ein, dass man mich zur Verwendung eines anderen Motoröls fragen müsste und entschuldigt sich dafür, bietet Nachbesserung an, man möchte das Öl kulant austauschen. Man habe dieses Öl verwandt, da das von Honda spezifizierte nicht mehr verfügbar sei.

Nun gut, ich kann das derzeit nicht überprüfen, aber warum wurde dann kein vergleichbares Öl eingefüllt? Wenn ich nach der Honda Teilenummer 08323-P99S1LHE suche, finde ich vergleichbare Öle, die auch als Ersatz für diese Honda Teilenummer definiert sind, warum aber bekomme ich dann ein deutlich zäheres Öl in unbekannter Qualität?

Ich nehme das Angebot der Nachbesserung an, man will ein Castrol 0 W-20 besorgen und sich dann bei mir melden, kulant das Motoröl auswechseln, ohne den Ölfilter natürlich.

Den Ölfüllstand des Getriebes reklamiere ich ebenfalls, ein Mechaniker wird gerufen, dieser soll den Füllstand prüfen und bei einer Abweichung den Filialleiter und mich dazu rufen, bevor die Füllmenge korrigiert wird.

Wir diskutieren weiter, ich gehe auf verschiedene unzureichende Prozessabläufe im Geschäftsablauf ein, Zertifizierungen, Vier-Augen-Kontrolle, verlegten Tresorschlüssel, zurückgestellte Kunden, die fehlende Bedienung im Neuwagenverkauf und letztlich die fehlende Transparenz durch die fehlende Checkliste der ausgeführten Arbeiten, ersatzweise einer Rechnungskopie zum Beleg der durchgeführten Arbeiten und der verwandten Verbrauchsmaterialien.

Nun ja, ein Unternehmen definierte die Ausgestaltung seines Geschäftsbetriebs selbst, im Idealfall unter Berücksichtigung der Kunden- und Marktanforderungen. Die Firma Nau scheint mit der erbrachten Leistung zufrieden zu sein, ich bin es nicht und kann dabei nicht finden, dass ich überzogene Ansprüche habe. Ich bin im Bereich meiner Autos und Motorräder deutlich mehr Service und Transparenz gewohnt, im beruflichen Umfeld sehr viel mehr, da sind gelebte und abgestimmte Prozesse unverzichtbar, um anspruchsvolle Kunden zu bedienen und sich dem Wettbewerb erfolgreich zu stellen.

Wie erwähnt, ich bin für den Geschäftsbetrieb der Firma Nau nicht verantwortlich, wäre ich es, wären einige Anpassungen unverzichtbar. Wie schon erwähnt, ich schätze die kleineren Händler mit ihren in die Jahre gekommenen Gebäuden sehr und meide die modernen Glaspaläste wo ich kann. Zuvor hatte ich einen recht kleinen Ford Händler. Trotz meines Re-Import-Wagens, hatte ich dort nie Probleme, es gab nie Beanstandungen, die durchgeführten Arbeiten wurden erläutert und dokumentiert, ich kann da die Firma Ford Pitz in Polheim nur loben, einfach optimal. Leider spricht mich nach dem Ford Fusion derzeit kein Ford Modell mehr an, so wechselte ich die Marke, aber das tat ich auch schon oft zuvor, ich bleibe flexibel und beobachte den Markt breitbandig. Einen Hybrid-Wagen hatte ich schon oft in der Kalkulation, aber erst mein Honda Jazz mit seinem höchst attraktiven Anschaffungspreis machte das möglich.

Hinsichtlich der Checkliste wurde mir gesagt, dass man keine anbietet und auch deren Sinn nicht erkennen kann, es sei nicht üblich. Ich bin da anderer Meinung, aber das ist meine rein persönliche Einstellung.

Der Mechaniker gab mir den Wagen zurück, der Ölstand im Getriebe sei korrekt, er habe lediglich einen "Fingerhut" voll nachgefüllt. Hatten wir nicht besprochen, dass der Filialleiter und ich zum Wagen gerufen werden, bevor etwas korrigiert wird?

Ich habe nach der Rückkehr zu Hause den Ölstand selbst kontrolliert, er war quasi unverändert, aber gut, es macht wohl keinen Sinn darüber zu diskutieren. Ich hatte die vollständige Befüllung eingefordert und kann keinen plausiblen Grund erkennen, deutlich unter der Maximal Markierung zu bleiben, über diese sollte man natürlich auch nicht gehen.

Meine Vorstellungen von Präzision, Servicequalität und Zuverlässigkeit unterscheiden sich erkennbar von denen der Firma Nau Geschäftsstelle Marburg, ich werde mir reiflich überlegen, ob ich künftige Wartungen hier durchführen lasse. Eine zweite Chance habe ich eingeräumt, ist eine dritte angemessen und erforderlich?

Nun ja, die Firma Nau wird das Motoröl besorgen und sich bei mir melden, so ist anzunehmen, dass ich hier in meinem Februarbericht anknüpfen kann.

Wechsel der KFZ Versicherung zu einem VHV-Telematik-Tarif

Ich schilderte in vorangegangenen Beiträgen bereits mein breitbandiges Interesse für neue Konzepte und Lösungen, hier konkret für die sogenannten Telematik-Tarife der Versicherungen. In meinem Beitrag zum Oktober 2015 führte ich meine Überlegungen zum Versicherungswechsel aus und ging auf die verschiedenen Konzepte ein, sowie die Entscheidungsfindung für das VHV-Produkt, welches mir am attraktivsten erschien.

Es gab danach an sich nichts mehr zu berichten, ich kündigte fristgerecht meine bisherige Versicherung (HUK24) zum 31. Dezember 2015 und beantragte bei der VHV zum 01. Januar 2016 den "Telematik Garant"-Tarif. Es war alles im Plan, im Dezember sollte ich dann den Zusatzvertrag für den Telematik-Stick erhalten. Der Vertrag wurde mir kurz vor Weihnachten zugeschickt, ich unterschrieb ihn und sandte ihn am gleichen Tag wieder an die VHV zurück, parallel zur Post auch mittels Fax.

Die Zeitspanne für die Zustellung des Sticks über die Feiertage erschien mir sehr kurz, aber die VHV wird sich etwas dabei gedacht haben, so dachte ich.

Ende Dezember wurde ich ungeduldige und fragte nach, eine konkrete Antwort bekam ich leider nicht, lediglich eine Eingangsbestätigung.

Inzwischen hatte das neue Jahr begonnen und damit komme ich nun formell in den Berichtsmonat Januar 2016. Was mir fehlte, war der Telematik-Stick. Diversen Anfragen im Kundencenter der VHV Versicherung bewirkten nichts, meine Emailanfragen wurden nur mit einer Eingangsbestätigung beantwortet, eine inhaltliche Antwort bekam ich bis heute leider nicht.

Ich habe sonst eigentlich ein gutes Gefühl und "Händchen" für Entscheidungen, aber mit diesem Versicherungswechsel hatte ich offenbar Pech. Wirklich schlimm war das natürlich nicht, mein Wagen war ja versichert, nur konnte ich eben die Mehrwertdienste der Telematik nicht nutzen und mir auch keinen Rabatt erfahren.

Am 7. Januar wurde ich deutlicher, setzte der VHV eine Frist und stellte eine außerordentliche Kündigung des Vertrags in Aussicht, denn die VHV war offenbar nicht in der Lage, den mit mir geschlossenen Vertrag vollumfänglich zu erfüllen.

Auch diese Nachricht blieb unbeantwortet, telefonisch sagte man mir dann aber im Kundencenter, man habe Probleme mit dem Zulieferer der Sticks, der Versand soll aber in diesen Tagen erfolgen. Man bat mich um Verständnis dafür, es sei ein Nischenprodukt mit der geringen Anzahl von 10.000 Verträgen, der Vorgang müsse sich erst einschwingen. Wirklich professionell wirkt das auf mich nicht. Wenn man schon vermeintlich kleine Projekte nicht prozesskonform abwickeln kann, wie wird es da erst bei großen aussehen? Ich war sichtlich verärgert und stellte der VHV ein deutliches Ultimatum, auf das man natürlich nicht einging. Ich wäre weit weniger verstimmt gewesen, hätte man die Lieferverzögerung kommuniziert, es gehört sich einfach so, die Kunden über den Auftragsstatus zu informieren, insbesondere bei Verzögerungen.

Der Telematik-Stick im Karton. Der Telematik-Stick, zur Erfassung der Fahrten.
Der Telematik-Stick, zur Erfassung der Fahrten.

Vermutlich nahm man sich nun meines Vorgangs an, denn am 10. Januar erreichte mich dann das Päckchen mit dem Telematik-Stick. Ich hatte im Oktober 2015 ja schon dazu berichtet, doch jetzt hatte ich ihn in Händen und ich war mächtig gespannt, ob sich meine Erwartungen erfüllen und das Produkt hält, was es verspricht.

Telematik-Stick am 3-fach Verteiler.
Telematik-Stick am 3-fach Verteiler.

Der "Einbau" in meinen Wagen war sehr einfach, wenn auch nicht ganz so einfach, wie es die Versicherung anpreist. Falls eine freie 12-Volt-Bordsteckdose vorhanden ist, steckt man den Stick dort ein und ist fertig, dies sollte auch im Kofferraum möglich sein, jedoch kann man dann die Notruftaste nicht mehr bedienen und die Status-LED auch nicht mehr einsehen. Wie dem auch sei, mein Wagen hat in der Mittelkonsole nur eine 12-Volt-Bordsteckdose und die reichte mir bisher schon nicht aus, so setzte ich bisher einen Zweifach-Verteiler ein, um die 12-Volt-Stecker des Garmin Navigationsgerätes und der DashCam einstecken zu können. Hinzu kommen zwei USB-Kabel für Micro-USB und den Apple Connector, um verschiedene Endgeräte im Wagen aufladen zu können. Zur Aufnahme des Telematik-Sticks benötigte ich einen Dreifach-12-Volt-Verteiler, solche Adapter sind im einschlägigen Handel für wenig Geld zu bekommen. Ich entschied mich für ein kompaktes Modell, um möglichst wenig Platz in der hinteren Ablage der Mittelkonsole zu belegen.

Wie das Bild zeigt, passen die drei mehr oder weniger voluminösen 12-Volt-Stecker gut hinein, am Stecker der DashCam und dem des Telematik-Sticks befindet sich zusätzlich eine USB-Buchse, so habe ich hier meine Ladekabel eingesteckt.

Der Adapter passt gut in die Ablage und wackelt dort auch nicht herum, er passt einfach gut hinein und ich habe rechts daneben noch Platz für mein Multiwerkzeugset und das Ablagefach davor komplett frei, so soll das sein.

Durch Zeitmangel und die Wartungsaktion bei der Firma Nau bin ich terminlich spät dran, inzwischen ist es Ende Februar und so kann ich sehr pauschal nach sechs Wochen Nutzung sagen, dass ich mehr als zufrieden bin. Der Start war verzögert und ärgerlich, aber die Leistung dieser Mehrwertdienste begeistert mich, seien Sie also gespannt, wenn ich demnächst präziser dazu berichte.

Ausblick auf den Februarbericht

Mein Januarbeitrag wurde nun doch wieder länger als geplant, so verzeihen Sie mir bitte, wenn ich ihn an dieser Stelle beende und mir die großen Themen für die die nächsten Beiträge aufhebe.

Im Februarbeitrag werde ich zur Nachbesserung der Wartung an meinem Wagen berichten, sowie meine Erfahrungen mit der neuen KFZ-Versicherung darlegen. Wie funktioniert das Telematik-System, wie wird die Fahrweise, Strecke, Tempo und Zeit bewertet, wie setzt sich der Beitragsrabatt zusammen und wurden meine diesbezüglichen Erwartungen erfüllt, denn ich wollte ja >20% erzielen.

Im Januar habe ich mir zudem den neuen Honda Jazz angeschaut und Bilder gemacht, diese möchte ich Ihnen nicht vorenthalten und planen daher, Ihnen im Februarbeitrag den neuen Jazz vorzustellen.

In diesem Sinne bedanke ich mich für Ihr Interesse an meinen Beiträgen und die Geduld im Umgang mit solch langen Texten. Wenn Sie möchten, bleiben Sie dabei und verfolgen Sie mit Interesse meine weiteren Beiträge.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und eine gute Zeit.

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