Statistik des Monats Januar 2015, Nachtrag hinsichtlich des ABS zum Monatsbericht aus Dezember 2014, festgefahrenen Wagen mit CVT freischaukeln, Verhalten der Motor Start-Stopp Automatik, erhöhte Motordrehzahl nach Kaltstart, Reserve der Kraftstoffreserve und deren angezeigte Restreichweite, Tankbauform, dritte und letzte Eco Auszeichnung erhalten, Funktion der Heckscheiben- und Außenspiegelbeheizung, sowie KBA Statistiken und Zulassungszahlen des Honda Jazz Hybrid, im Vergleich zu anderen Hybrid Fahrzeugen, wie auch dem Gesamtmarkt.

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Statistik des Monats Januar 2015, Nachtrag hinsichtlich des ABS zum Monatsbericht aus Dezember 2014, festgefahrenen Wagen mit CVT freischaukeln, Verhalten der Motor Start-Stopp Automatik, erhöhte Motordrehzahl nach Kaltstart, Reserve der Kraftstoffreserve und deren angezeigte Restreichweite, Tankbauform, dritte und letzte Eco Auszeichnung erhalten, Funktion der Heckscheiben- und Außenspiegelbeheizung, sowie KBA Statistiken und Zulassungszahlen des Honda Jazz Hybrid, im Vergleich zu anderen Hybrid Fahrzeugen, wie auch dem Gesamtmarkt.


Keine Restreichweite bei 7 Litern im Tank. Statistik für den Januar 2015

Der Monat Januar 2015 brachte deutlich weniger Kilometer auf den Tacho, etwa 2.100 km wurden gefahren, so ergab sich zum Monatsende ein Tachostand von 8.700 km. Bedingt durch teilweise verschneite Straßen und Kälte fiel der monatliche Durchschnittsverbrauch mit 5,1 l/100 km geringfügig höher aus.

Ergänzender Hinweis zum ABS (Antiblockiersystem)

In meinem Dezemberbericht 2014 habe ich Ihnen die fahrdynamischen Regelsysteme VSA (ESP+ASR) und ABS vorgestellt. Hinsichtlich des ABS stand ein Fahrversuch zur Abschaltung des Systems aus.

Inzwischen habe ich die Gelegenheit genutzt, bedingt durch verschneite Straßen, weitere Fahrerprobungen mit den Fahrdynamikregelsystemen durchzuführen. Hinsichtlich des VSA, wie auch der ABS Regelfrequenz, ergaben sich keine ergänzend Erkenntnisse, jedoch fehlte eine Aussage zur Abschaltung des ABS. Wie im Vormonat beschrieben, lässt sich das VSA (ESP+ASR) mittels einer Taste am linken unteren Armaturenbrett abschalten, die Sinnhaftigkeit dessen hatte ich im Vormonat beschrieben.

Schalterreihe mit dem VSA-Schalter.
Schalterreihe mit dem VSA-Schalter (rechts).

Nun habe ich mich tiefgreifender mit dem ABS befasst, um festzustellen, dass es leider nicht abschaltbar ist. Man mag das als Sicherheitsgewinn sehen, ich persönlich sehe das als Nachteil, denn durch das ABS verlängert sich auf Schnee und Geröll der Bremsweg maßgeblich, was die Unfallgefahr erhöht. Eine spezielle ABS-Taste gibt es im Wagen leider nicht, so habe ich für den weiteren Funktionstest wieder das VSA abgeschaltet, um damit festzustellen, ob darin das ABS enthalten ist, was leider nicht der Fall ist. Durch das abgeschaltete VSA spürte ich deutlich bei Beschleunigung die durchdrehenden Antriebsräder, wie auch bei Lenkübungen seitliche Rutschbewegungen des Wagens. In jedem Fall blieb das ABS aktiv, ich wünschte es wäre abschaltbar.

Selbstverständlich ist dieser Versuch nicht zur Nachahmung empfohlen, falls Sie es dennoch versuchen wollen, werte Leser, wählen Sie hierfür ein weitläufiges abgesperrtes Gelände aus, um jedwede Unfallgefahr zu vermeiden.

Kurz zur Erinnerung, warum möchte ich das ABS abschaltbar haben? Nun, bei Schnee und Geröll bildet sich bei blockierten Rädern ein Keil des Materials vor dem Rad, was die Kontaktfläche zum Boden erhöht und damit mehr Verzögerung schaffen kann, unter anderem deshalb "sanden" Eisenbahnen bei Gefahrenbremsungen. Man sollte dies aber nur sehr bewusst und erfahren einsetzen, denn beachten Sie dabei bitte, blockierte rutschende Räder sind nicht mehr lenkbar, ein Allheilmittel für zu hohe Geschwindigkeiten ist ein abschaltbares ABS auch nicht, die Grenzen der Physik kann es nicht überwinden, lediglich eine letzte kleine Optimierung bei ganz speziellen Fahrmanövern liefern.

Lässt sich der Wagen, einmal in Schnee oder Matsch festgefahren, "freischaukeln"?

Um es vorweg zu nehmen, mangels eigener Erfahrung, kann ich diese Frage bisher nur theoretisch überdenken. Vielleicht haben Sie es einmal erlebt, ihr Wagen blieb im Tiefschnee oder Matsch hängen, die Antriebräder drehten vorwärts und rückwärts durch, der Wagen saß fest.

Was tut man nun in solchen Fällen? Bevor Sie die Fußmatten unter die Antriebsräder als Traktionshilfe legen, oder gar Schneeketten aufziehen, sich womöglich sogar abschleppen lassen müssen, sollten Sie es mit "freischaukeln" versuchen, einen Versuch ist diese klassische Methode immer wert.

Schalthebel.
Schalthebel.

Rein praktisch funktioniert das so, wie der Name schon vermuten lässt, fahren Sie mit wenig Gas zunächst vorwärts oder rückwärts kurz an, schalten schnell in die Umkehrrichtung und fahren leicht in die Gegenrichtung an, dies wiederholen Sie mehrfach und bringen dabei Gefühl am Gaspedal und an der Kupplung auf. Ziel ist es, die Antriebsräder nicht mehr als nötig durchdrehen zu lassen, denn damit erzeugen Sie unter den Rädern etwas Wärme, Schnee oder Eis taut leicht an und Sie erhöhen damit die Glätte unter den Antriebsrädern.

Durch Ihre bisherigen Fahrversuche haben Sie schon eine kleine Kuhle an den Rädern gebildet, darin kann der Wagen leicht vorwärts und rückwärts gedrückt werden, diese Kuhle bauen Sie durch die vorgenannte Methode aus. Sie benötigen dazu Gefühl, aber auch Schnelligkeit beim Gangwechsel, denn der Wagen soll dabei nicht in die Kuhle zurückrollen. Ziel ist es, eine Schaukelbewegung vorwärts/rückwärts zu erzeugen, dafür müssen Sie schnell schalten.

Ich stelle mir das mit der CVT Automatik recht problematisch vor, mit der klassischen H-Schaltung kann ich schneller schalten, als hier von vorwärts auf rückwärts umzuschalten.

Ich belasse es bei diesen theoretischen Überlegungen, sie sind ein Denkanstoß, der praktische Versuch steht noch aus, ich denke es wird auch mindestens bis zum nächsten Winter dabei bleiben, denn viel Schnee erwarte ich in diesem Winter nicht mehr, so werden auch meine neuen Schneeketten nicht mehr zum Einsatz kommen.

Witterungsabhängige Start-Stopp-Automatik? Besonderheiten der automatischen Leerlaufabschaltung

Ich beobachtete eine sonderbare Variabilität der Start-Stopp-Automatik, die ich mir logisch nicht erklären kann. Zur Übernahme des Wagens hatte ich zwar das Fahrerhandbuch umfassend gesichtet, alle Details bleiben bei einem Dokumentationsumfang von etwa 450 Seiten aber nicht im Kopf, so musste ich das Kapitel erneut sichten.

Bei winterlichen Temperaturen, die überwiegend um den Gefrierpunkt herum lagen, kam die Start-Stopp-Automatik erstaunlich wenig zum Einsatz, doch warum? Ich achtete auf den IMA-Akku-Füllstand, wie auch die Heizung. 19 Grad sind meine bevorzugte Temperatur, je nach Wetter und Jacke gehe ich aber auch auf 17 oder 18 Grad herunter, so schließe ich aus, dass der Motor läuft, um die erforderliche Heizleistung für den höheren Wärmebedarf zu erbringen.

Kurios war, fahre ich nach dem Kaltstart los, den IMA-Akku etwa halb gefüllt, wird bei einem Halt nach wenigen Hundert Metern der Motor gestoppt. Fuhr ich jedoch eine längere Strecke Autobahn, habe einen richtig warmen Motor und einen gut gefüllten Akku, stoppt der Motor beim Halt nicht. Ist das nicht seltsam?

Nun habe ich mir das im Fahrerhandbuch angeschaut und stolperte dabei auch gleich über eine Begrifflichkeit, Honda nennt die Start-Stopp-Automatik oder -Abschaltung ganz individuell "Automatische Leerlaufabschaltung", eine interessante Wortschöpfung, wie ich finde, hörte sie zuvor noch nie.

Um es einmal grob zu umreißen, Voraussetzung für die Motorabschaltung sind eine Fahrgeschwindigkeit von höchstens 11 km/h und die Fahrstufe "D", verfeinert wird die Motorabschaltung durch die ECON-Taste, die auch den Hybrid-Fahrmodus optimiert, also die Effizienz des Fahrstils steigert, unter anderem bedingt durch eine reduzierte Motorleistung, Glättung der Gasbefehle am Pedal, wie auch eine optimierte Übersetzung des Getriebes.

ECON-Modus aktiviert.
ECON-Modus aktiviert.

Die automatische Motorabschaltung greift nicht, wenn:

  • Fahrgeschwindkeit größer 11 km/h
  • Kühlwassertemperatur des Motors zu niedrig (Grenzwert leider nicht bekannt, ich vermute 40-50 Grad Celsius)
  • Getriebeöltemperatur zu niedrig (Grenzwert leider nicht bekannt)
  • nicht Fahrstufe "D" aktiviert/geschaltet
  • Halt an einer Steigung
  • Lüftung Defrosterfunktion aktiviert
  • Lüftung Gebläsestufe größer 4
  • IMA-Akku-Ladung zu gering

Diffuser wird das Bild wenn einer der folgende Faktoren vorliegt, denn dann wird der Motor eventuell auch nicht abgeschaltet:

  • IMA-Akku zu heiß oder zu kalt (Grenzwerte leider nicht bekannt)
  • ohne ECON-Aktivierung bei zu großer Differenz der Innen- und Außentemperatur (Lüftung/Klimatisierung)
  • Luftentfeuchtung durch die Klimaanlage
  • Halt des Fahrzeug durch eine starke Bremsung

Hat sich der Motor durch die automatische Leerlaufabschaltung abgeschaltet, startet er gewöhnlich durch die gelöste Fußbremse, doch auch andere Umstände können den Motor wieder starten:

  • Fahrstufe wird auf "R" geschaltet
  • Druck auf das Gaspedal
  • Fußbremse wird etwas gelöst und der Wagen bewegt sich etwas durch Gefälle oder Steigung
  • IMA-Akku-Ladung zu gering
  • Kühlwassertemperatur des Motors zu niedrig
  • Schwankender Druck auf das Bremspedal, also bei betätigter Bremse leicht pumpend
  • ECON wird abgeschaltet und ggf. Temperaturunterschied innen/außen
  • Klimaanlage startet Luftentfeuchtung
  • Defrosterfunktion der Lüftung wird aktiviert

Tja, da haben sich die Konstrukteure allerhand Gedanken gemacht, ich kann daraus meine Beobachtungen bei winterlicher Witterung aber nicht wirklich ableiten. Nach dem Kaltstart ist der IMA-Akku noch kalt, dennoch stoppt der Motor, nach längerer Fahrt tut er das trotz guter Ladung des IMA-Akkus nicht, vermutlich liegt das an der Außentemperatur, denn ab etwa 7 bis 8 Grad beobachte ich dieses Verhalten nicht mehr. Es ist nicht wirklich problematisch, es stört mich auch kaum, nur die Produktbeschreibung im Fahrerhandbuch deckt sich nicht exakt mit meinen Beobachtungen, ich sollte der Defroster Stellung der Lüftungsdüsen mehr Aufmerksamkeit schenken. Im der Betriebsart "AUTO" reguliert sich die Lüftung nach Vorgabe der Temperatur selbstständig, ich schalte jedoch, falls erforderlich, zeitweise die Defrosterdüsen manuell zu, offenbar wird dadurch die Automatische Leerlaufabschaltung deaktiviert. Ich beobachte das weiter und werde ergänzend dazu berichten.

Ergänzend sei noch erwähnt: Wurde der Motor automatisch gestoppt, blinkt unten im Drehzahlmesser eine grüne Anzeige, beschriftet mit AUTO-STOP.

Blinkende Anzeige AUTO-STOP.
Blinkende Anzeige AUTO-STOP.

Erhöhte Motordrehzahl nach Kaltstart, damit "schiebt" der Wagen auch in Fahrt deutlich

Es ist sicherlich nicht ungewöhnlich, dass ein Benzinmotor nach dem Kaltstart im Leerlauf eine höhere Drehzahl dreht als ein betriebswarmer Motor, dies resultiert unter anderem aus dem Abgasverhalten und der Euro-Norm. Man möchte den Kaltstart so kurz wie möglich fassen, den Katalysator auf Temperatur bringen, so wird die Motordrehzahl erhöht.

Eine Anekdote am Rande dazu: Meine jüngeren Smarts (Diesel cdi und 1-Liter-Benziner) verhielten sich hier merkwürdig. Die Erhöhung der Drehzahl nach dem Kaltstart hat den schon erwähnten Grund, doch warum passten die Konstrukteure die Anzeige der Schaltempfehlung nicht daran an? Ich fuhr mit den Wagen aus dem Hof, fuhr an und die Anzeige sagte, dass ich in einen größeren Gang schalten soll, doch das Getriebe blockierte das, nahm den Gang nicht an, blieb auf einem niedrigen Gang, um den Motor auf höherer Drehzahl zu halten, schneller auf heiße Abgase und einen betriebswarmen Katalysator zu kommen.

Der Honda Jazz IMA Hybrid verhält sich da differenziert. Nach dem Kaltstart dreht der Motor etwa 1.100 bis 1.300 U/Min, während sich der Schalthebel noch in Stellung "P" befindet. Lege ich nun eine Fahrstufe ein, vorwärts oder rückwärts, wird die Drehzahl deutlich abgesenkt, auf etwa 900 U/Min und ich fahre ganz normal an.

Gewöhnlich befahre ich dann nach etwa 300 Metern eine ebene Landstraße auf etwa einen Kilometer Länge, hier folgt eine Ortseinfahrt und ich nehme rechtzeitig das Gas zurück, möchte am Ortsschild bei den erlaubten 50 km/h ankommen, doch dies ist mit dem kalten Motor nicht möglich. Ich stehe nicht mehr auf dem Gas, doch der Motor dreht etwas höher und schiebt den Wagen, vergleichbar dem Gefühl, als würde ich leicht auf dem Gas stehen.

Dieser Umstand ist nicht problematisch und endet je nach Witterung nach zwei bis drei Kilometern, wenn der Motor etwas wärmer ist. Honda senkt offenbar lediglich zum Anfahren und der damit verbundenen Schonung der Anfahrkupplung die Motordrehzahl ab, um sie dann während der Fahrt leicht zu erhöhen.

Null Kilometer verbleibende Restreichweite bei etwa sieben Litern Treibstsoff im Tank

Kein Kilometer Restreichweite bei sieben Litern im Tank.
Kein Kilometer Restreichweite bei etwa sieben Litern im Tank.

Zur Mitte des Monats schaffte ich einmal wieder die Überschreitung der Restreichweitenanzeige des Bordcomputers, denn dieser zeigte 0 km an, ich fuhr aber noch 5 km bis zur nächsten Tankstelle. Wie kam es dazu?

Bekanntlich hat der Honda Jazz, wie auch der Honda Civic, die genialen Magic Seats im Heck, also Sitzflächen die nach oben geklappt werden können, für sperrige Gegenstände hinter den Vordersitzen, wie auch nach unten auf den Wagenboden flach versenkt werden können, was eine ebene Ladefläche der umgelegten hinteren Rücklehnen ermöglich.

Gewöhnlich befindet sich der Treibstofftank bei Fahrzeugen unter der Rückbank oder unter dem Kofferraumboden, nicht so beim Honda Jazz und Civic, denn hier befindet er sich unter den Vordersitzen, was viel Platz im Heck schafft. Unter den Vordersitzen stört der Tank nicht, die Vordersitzen thronen auf einem Podest, man erkennt es im Innenraum deutlich, darunter befindet sich unter dem Wagenboden ein betont flacher Kraftstofftank. Bedingt durch die flache Bauform kann die Kraftstoffpumpe je nach Fahrzeuglage Luft fördern, weil der Resttreibstoff sich in einer Ecke sammelt, so hat Honda eine sehr großzügige Reserve geschaffen.

40 Liter Tankvolumen bietet der Honda Jazz IMA Hybrid, während die nicht "hybridisierten" Modelle 42 Liter bieten. Diese Kraftstoffmenge kann nicht vollständig genutzt werden, beachten Sie dies bei Reichweitenberechnungen auf Reisen. Rechnen Sie bitte maximal mit 32 bis 33 Litern, doch haben Sie dabei bitte starke Nerven, denn hier befinden Sie sich bereits bei einer angezeigten Restreichweite von 0 km. Die Reservewarnung des Tanks erscheint bei etwa 27 bis 28 verbrauchten Litern, während die Restreichweite bis auf 0 km zählt, in den negativen Bereich geht sie nicht, jetzt sind Ihre Nerven gefragt.

Es ist nicht empfehlenswert, die Kraftstoffpumpe trocken zu fahren, die Folge sind Motoraussetzer, die können zu Fehlzündungen führen und diese wiederum beschädigen den Katalysator. Ich bin mir nun sicher, nervenstark bis auf 0 km fahren zu können, wenn es denn eben einmal mit einer Tankstelle nicht passt, so muss ich nicht die Nerven verlieren. Um 5 km habe ich die Anzeige überschritten, danach 32,74 Liter getankt, demnach befanden sich rechnerisch noch etwa 7,3 l im Tank, was problemlos für weitere 130 bis 150 km reichen müsste, natürlich aber nicht tut. Ich kann Ihnen nicht sagen, bei welchem Füllstand des Tanks die Kraftstoffpumpe versagt, ich werde es auch gezielt nicht ausprobieren, habe nun aber stärkere Nerven zum Ende der angezeigten Reserven, denn die tatsächliche ist größer.

Honda gibt im Fahrerhandbuch an, dass bei Anzeige der Kraftstoff-Warnlampe noch etwa 6,5 Liter Kraftstoff vorhanden sind, ich nehme an, dass sich diese Angabe auf die angezeigten Restkilometer bezieht, die "geheime" Reserve, die darüber hinaus besteht, wird hierbei nicht berücksichtigt.

Dritte und letzte Eco-Auszeichnung für wirtschaftliches Fahren erhalten

Ebenfalls Mitte des Monats habe ich bei Tachostand 7.630 km meine dritte und letzte Eco-Auszeichnung erhalten, leider ist mir auch hierbei kein Foto gelungen, denn die Anzeige steht nur für wenige Sekunden einmalig nach Abschalten der Zündung an. Alle Balken sind gefüllt, alle Pflänzchen belaubt, mehr kann ich nicht erreichen. In Ermangelung von Vergleichswerten kann ich meine Fahrleistung nicht beurteilen, ob andere Fahrer dieses Ziel früher oder später erreicht haben. Etwas ungünstig war das winterliche Wetter und die Winterreifen, mit Sommerreifen müsste das Ziel früher erreichbar sein.

Mir kam eine Idee für die nächste "Eco-Challenge" wie man unsinnig auf "neudeutsch" sagen könnte. Nach dem Wechsel auf die Sommerreifen und nach dem ersten Service bei 20.000 km werde ich die Zählung zurücksetzen und mir die Pflänzchen erneut erfahren, sehe ich dann an den wachsenden Balken, dass eine Auszeichnung in greifbarer Nähe scheint, werde ich vor dem Abschalten der Zündung eine Kamera bereithalten, um den kurz angezeigten Siegerkranz fotografieren zu können.

Die Piktogramme sind im Fahrerhandbuch abgedruckt, es wäre einfach, sie abzuscannen, aus Gründen des Urheberrechts sehe ich aber davon ab und werde weder Texte noch Bilder aus dem Fahrerhandbuch übernehmen, dennoch möchte ich sie ihnen bei geeigneter Gelegenheit präsentieren, haben Sie daher bitte etwas Geduld, ich reiche sie nach.

Das absehbare Ende des Winters

Zum Ende des Monats wurde das Wetter spürbar milder und die Schneeschauer weniger, ich begrüße das sehr, so belaste ich meine Statistik nicht unnötig durch erhöhte Verbräuche. Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich schätze den Winter sehr, insbesondere wenn er schneereich und kalt ist, doch wird das von Jahr zu Jahr in meinen hessischen Breiten seltener. Auf nasskaltes Wetter und Schneematsch kann ich verzichten, ein unschönes Wetter, da sehne ich das Frühjahr herbei und freue mich auf die Sommerreifen und zu erwartend niedrigere Verbräuche.

Beheizung der Heckscheibe und der Außenspiegel

Da sich nun der Winter neigt, gestatten Sie mir bitte noch eine Anmerkung zur Beheizung der Heckscheibe und der Außenspiegel. Bei meinem Honda Jazz IMA Hybrid wurden die beiden Heizungen kombiniert und sind über den rechten Schalter der Vierfach-Schalterreihe, mittig unter dem Radio, schaltbar.

Die Schalter unter anderem für die Heckscheibenheizung.
Der rechte Schalter für die Beheizung der Heckscheibe und der Außenspiegel.

Ein Druck auf den Schalter aktiviert die Heizung, die auch recht schnell anspricht. Schnee und Eis auf der Heckscheibe und den Außenspiegeln tauen sehr schnell ab, ein bis drei Minuten sind je nach Beanspruchung vollkommen ausreichend.

Honda hat eine automatische Abschaltung der Heizung integriert, je nach Außentemperatur soll sie nach 10 bis 30 Minuten erfolgen, ich habe diese Zeit nie abgewartet, die Heizung immer vorzeitig, durch erneuten Druck auf den Schalter, abgeschaltet, um Strom zu sparen und damit auch den Kraftstoffverbrauch zu optimieren.

Heizungen dieser Art verbrauchen sehr viel Strom und belasten dementsprechend stark die Lichtmaschine, die wiederum den Motor belastet, der diese antreiben muss.

Mein vorheriger Wagen war ein Ford Fusion mit Windschutzscheibenheizung, eine Besonderheit, die Ford bei vielen Modellen anbieten, vereinzelt auch Fiat beim Panda, weitere Modelle sind mir nicht bekannt.

Ich vermisse diese Funktion, denn mein Wagen steht oft draußen und so lernte ich die Windschutzscheibenheizung sehr zu schätzen, nun muss ich leider darauf verzichten, da Honda eine solche nicht anbietet.

Viele Zahlen auf Basis der KBA Zulasungsstatistik

Verehrte Leser, Sie haben es vermutlich schon erkannt, ich neige immer wieder zu Zahlen und Auswertungen, so lassen Sie mich bitte am Ende dieses Monatsberichts zu vielen Zahlen kommen, die Sie selbstverständlich bei fehlendem Interesse auch gerne überspringen dürfen.

Der Mensch ist neugierig, ich ganz besonders. In Folge meiner Neuanschaffung des Honda Jazz IMA Hybrid fragte ich beim KBA (Kraftfahrtbundesamt) Flensburg die Anzahl der Zulassungen meines Modells an. Für alle folgenden Zahlen darf ich anmerken, sie beziehen sich ausschließlich auf das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland, aber das sollte eigentlich selbstverständlich sein.

Der bisherige Honda Jazz IMA Hybrid wird unter der Herstellernummer 7100 und dem Typ ABV gelistet, beim anstehenden Modellwechsel im Frühjahr 2015 wird sich das sicherlich ändern.

Mit Stand vom 1. Januar 2014 führte das KBA 1.600 Honda Jazz IMA Hybrid, damit wird deutlich, dass es sich hierbei um kein besonders verbreitetes Modell handelt, denn man sieht den Jazz IMA auch sehr wenig bis nie im Straßenbild.

Zum Vergleich sei erwähnt, ebenfalls mit Stand zum 1. Januar 2014, führte das KBA in Deutschland 43.851.230 KFZ, davon 79.064 mit CNG (Erdgas) Antrieb, lediglich 12.156 elektrisch betriebene und 85.575 Hybrid-Fahrzeuge. Es ist leicht zu erraten, Toyota dominiert dieses Segment deutlich, doch sollten wir nicht übersehen, dass Honda neben dem Jazz IMA, auch einst weitere Hybrid-Fahrzeuge im Angebot hatte, wie beispielsweise den Accord und den Insight.

Lassen Sie mich den Monat Oktober 2014 betrachten, hier habe ich meinen Honda Jazz IMA als Neuwagen erworben und auch zugelassen. Beim KBA lässt sich die Monatsstatistik in Form einer PDF-Datei betrachten, gelistet sind die Marken und deren Modell, jedoch nicht nach Antrieben separiert. Möchten Sie die Daten lieber als XLS-Datei, so benutzen Sie bitte diesen Link.

Was kann ich nun dieser Statistik entnehmen?

Benziner und Hybrids lassen sich nicht getrennt betrachten, lediglich Diesel und Allrad wird separat gelistet, hier die Zahlen zu den Benzinern und Hybrids:

Zulassungen
Zulassungen Honda Jazz Toyota Yaris VW Polo Opel Corsa Ford Fiesta
Oktober 2014 583 2.121 7.899 5.214 4.442
Januar bis Oktober 2014 5.723 16.758 56.347 47.305 38.054

Kommen wir zu den Zahlen mit Stand 1. Januar 2015:

107.754 Hybrid-Fahrzeuge in Summe, davon in Hessen: 9.634, einer davon ist meiner. Der Zuwachs an Hybrid-Fahrzeugen beträgt zwischen dem 1. Januar 2014 und 1. Januar 2015 etwa 22.200.

In Summe sprechen wir zum Stichtag über 44.403.124 PKW, davon 29.837.614 Benzin, 13.861.404 Diesel, 494,148 Flüssiggas, 81.423 CNG (Erdgas), sowie 18.948 Elektro.

Ich finde mich in zwei Randgruppen wieder, einmal Hybrid, einmal CNG (Erdgas), letzteres mit dem alten Fiat Panda, ein ebenso extrem wirtschaftlicher Kleinwagen, der sich bei mir auch lange auf der Landstrecke als Pendler bewährte.

Quelle für diese Zahlen ist das KBA, die Zahlen wurden gut aufbereitet, schauen Sie gerne einmal dort vorbei.

Möchten Sie die Zahlen des Jahres 2015 monatlich sichten, schauen Sie auch gerne hierzu beim KBA vorbei. Schauen Sie sich gerne um, es gibt eine Unmenge an Zahlen, so können Sie hier beispielsweise, nach Marken und Modellen für den Monat Januar 2015 als PDF abfragen oder über diesen Link als XLS-Datei.

Das KBA listet die monatlichen Auswertungen zurück bis zum Jahr 2008, ein toller Service.

Möchten Sie die Hybrid-Fahrzeuge hinsichtlichen deren Zulassungszahlen (Jahr 2103) miteinander vergleichen, so habe ich Ihnen auch hierfür einen Link herausgesucht. Springen Sie in dem PDF-Dokument bitte zur Seite 44, hier finden Sie den Vergleich der Zulassungszahlen, der derzeit auf dem Markt befindlichen Modelle.

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