Wechsel des abgebrannten Lämpchen der Kennzeichenbeleuchtung, Ölwechsel, Wechsel des abgebrannten Xenon-Brenners, 100.000 Kilometer Fazit, Öl nachfüllen.

Langzeittest Ford S-MAX
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Monatsbericht August 2014


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Wechsel des abgebrannten Lämpchen der Kennzeichenbeleuchtung, Ölwechsel, Wechsel des abgebrannten Xenon-Brenners, 100.000 Kilometer Fazit, Öl nachfüllen.


Nebelscheinwerfer als Tagfahrlicht. Wechsel des abgebrannten Lämpchen der Kennzeichenbeleuchtung, Ölwechsel

Januar 2014, Kilometer: 93.754.

Die Leser meines Langzeittests können sich bestimmt noch daran erinnern: Bei der letztjährigen Hauptuntersuchung erhielt mein S-Max das Siegel "mit geringen Mängel". Der Grund dafür war das abgebrannte rechte Lämpchen der Kennzeichenbeleuchtung. Das neue Lämpchen habe ich mir direkt danach gekauft und geplant hatte ich, es sofort zu wechseln.

Nun im Januar wollte ich es endlich machen und dachte mir, die Bedienungsanleitung stehe mir zur Hilfe da:

So wird laut  Bedienungsanleitung die Lampe der Kennzeichenleuchte ausgewechselt.
So wird laut Bedienungsanleitung die Lampe der Kennzeichenleuchte ausgewechselt.

So leicht ist es aber doch nicht gewesen! Es ist zwar in der Bedienungsanleitung alles korrekt beschrieben, aber beim Versuch die Lampe in Eigenregie zu wechseln, klappte es bei mir nicht.

Die rechte Kennzeichenleuchte.
Die rechte Kennzeichenleuchte.

Als Erstes, was in der Bedienungsanleitung fehlt — man muss das Nummernschild abnehmen, oder zumindest so weit wie möglich nach unten stellen. Danach, mit einem kleinen Schraubendreher muss der Federclip beiseite gedrückt werden, der sich im Loch am äußeren Rand der Leuchte befindet. Macht man da etwas falsch, kann sich da etwas brechen und eine neue komplette Kennzeichenleuchte wird fällig sein. Blöd ist auch, dass man da nichts sehen kann, sondern nur erahnen …

Bei meinem Versuch habe ich die Metallklammer mit dem Schraubendreher zur Seite gedrückt, und die Kennzeichenleuchte hat sich von ihrer Halterung gelöst, aber komplett rauskommen wollte die trotzdem nicht. Auch zurück an die Stelle wollte die nicht und fiel immer raus. Habe mich ziemlich lange damit beschäftigt, dazu kommen noch die winterlichen Temperaturen. Völlig frustriert bin ich am nächsten Morgen auf dem Weg zur Arbeit bei meinem Ford-Händler vorbei gefahren und habe den Mitarbeiter dort gebeten, die Lampe zu wechseln, was auch er nicht ohne Mühe letztendlich gemacht hat.

Es hat sich herausgestellt, dass sich bei meinem Selbstversuch die Metallklammer zwar gelöst aber komplett verbogen hat.

Ich habe mich bei dem Techniker mit der kleinen Spende in die Kaffekasse bedankt und mir vermerkt, beim nächsten Mal gleich in die Werkstatt zu fahren.

Ölwechsel

Am 29. Januar bin ich beim Tachostand 93.754 Kilometer zum Ölwechsel gefahren. Hier ist die Rechnung:

Rechnungsdaten
Position Betrag
Motoröl- und Filterwechsel durchführen 9,50 Euro
Ölfilter 12,84 Euro
Synth. Motor-Öl 5W30 4,30 l á 10,90 Euro) 46,87 Euro
Dichtung 2,54 Euro
Summe Netto 71,75 Euro
Summe Brutto 85,38 Euro

Wechsel des abgebrannten Xenon-Brenners

Februar 2014, Kilometer: 95.000.

Am 24. Februar hat es nun meinen S-Max erwischt. Der linke Xenon-Brenner hat den Geist aufgegeben. Gleich nach dem Motorstart (ich parke mit der Nase zur Wand) habe ich bemerkt, dass der linke Scheinwerfer dunkel blieb. Ein Paar Sekunden später ging er aber an, und alles war in Ordnung. Aber ich hatte schon ein schlechtes Gefühl. Am Abend auf dem Nach-Hause-Weg habe ich bemerkt, dass er nun so schrecklich rosa leuchtet.

Die Anzeige, dass eine Lampe defekt ist.
Die Anzeige, dass eine Lampe defekt ist.

Am nächsten Morgen ging er dann gar nicht mehr an. Schade, nach nur 5,5 Jahren oder 95.000 Kilometer muss ich nun die Brenner wechseln. Ziemlich schnell, wie ich finde. Wobei, bei mir steht die Lichtautomatik immer auf "Auto" und da gehen ja bei jedem Startvorgang in der Dunkelheit die Xenons zwei Mal an: Man will den Motor starten, dabei beim Durchgehen der Position 2 "Einschalten der Zündung", gehen die Xenons an. Dreht man den Schlüssel weiter, werden die Xenons wieder ausgeschaltet, der Motor wird gestartet und die Xenons werden wieder eingeschaltet. Ziemlich dumm gelöst von Ford, wie ich finde. Weiß jemand, wie das bei den anderen Herstellern ist, wie die es gelöst haben?

Es ist doch bekannt, dass die Xenons dieses ständige Ein- und Ausschalten überhaupt nicht mögen, vor allem, wenn sie noch in der Abkühlphase sind …

Da es immer empfohlen wird, beim Wechsel beide Xenon-Brenner auszuwechseln, müssen nun zwei Brenner her, aber welche, von welchem Hersteller? Als erstes, habe ich natürlich im Internet in den bekannten Auktionshäusern gesucht und gleich mehrere Angebote mit unterschiedlichen Produkten und zu unterschiedlichen Preisen gefunden. Wobei, die No-Name- und Billigware aus dem Fernost habe ich gar nicht beachtet. Abhängig vom Hersteller, Modell und Farbtemperatur kostet ein Paar zwischen 69 und 150 Euro.

Da ich mit den originalen Xenon-Brennern sehr zufrieden war, was die Lichtausbeute und Lichtfarbe angeht, wollte ich wieder dieselben kaufen. Aber man findet im Internet unterschiedliche Angaben bezüglich der eingebauten Brennern. Bei manchen sind die Osram-Brenner eingebaut, bei den anderen die Brenner von Philips. Um das Modell zu erfahren, muss man die Scheinwerfer ausbauen. Das wollte ich nicht und habe mich schlussendlich für die Osram Xenarc D1S 35W Brenner entschieden, deren Farbtemperatur bei 4150 Kelvin liegt und dem Tageslicht ähnlich sein soll. Die Farbtemperatur der Philips XenStart D1S 35W Brenner soll bei 4300 Kelvin liegen, sonst haben sie die vergleichbaren Eigenschaften wie Osram, kosten aber etwas mehr.

Der Wechsel der Xenon-Brenner ist in der Bedienungsanleitung gut beschrieben. Dort fehlt aber der Hinweis darauf, dass es eine Fummel-Arbeit ist, vor allem was den kleinen Stecker angeht, der am Ende der Aktion auf den Brenner rangesteckt werden soll! Bei einem Scheinwerfer habe ich etwas 45 Minuten gebraucht, beim zweiten wusste ich dann schon wie es geht, und es ging dann viel, viel schneller — etwa 15 Minuten.

In meinem S-Max wurden von Werk die Philips-Brenner eingebaut: Philips XenStart D1S 35W.

Die Xenon-Brenner, die im S-Max eingebaut werden.
Die Xenon-Brenner, die im S-Max eingebaut werden.

Nachdem ich den defekten Brenner gewechselt habe, habe ich das Licht angemacht, um beide Brenner miteinander zu vergleichen. Sehr viel Unterschied in der Farbtemperatur habe ich nicht feststellen können. Subjektiv war der Philips etwas, nur ein Tick, weißer. Aber, man muss beachten, dass der schon 5,5 Jahre auf dem Buckel hat. Und die Xenons haben ja die Eigenschaft im Betrieb immer weißer/bläulicher zu werden. Auch einen Unterschied in der Lichtausbeute und Lichtstärke der neuen zu den alten konnte ich nicht feststellen. Bei der nächsten Nachtfahrt ist mir auch nichts Negatives aufgefallen.

Aber einen etwas unangenehmen Unterschied zwischen den Philips und Osrams habe ich festgestellt — direkt nach dem Einschalten (für etwa 0,5 Sekunden) scheinen die Osrams etwas rötlich an den Rändern. Bei den vom Werk eingebauten Philips konnte ich das nicht feststellen.

Den Wechsel der Xenon-Brenner werde ich gesondert in einem Technikbericht zusammenfassen, der zu einem späteren Zeitpunkt erscheinen wird.

Der S-Max mit eingeschalteten Nebelscheinwerfern.
Nebelscheinwerfer als Tagfahrlicht.

100.000 Kilometer Fazit

06.06.2014, Kilometer: 100.000.

Heute auf der Autobahn A6 in Richtung Nürnberg hat unser S-Max die 100.000 Kilometer Grenze durchbrochen. Das Fazit der ersten 100.000 Kilometer ist sehr positiv: keine technische Probleme, einige Knister- und Klappenanfälle, die man dem Bereich der "Kinderkrankheiten" zuordnen kann, wurden behoben, der Verbrauch liegt in normalen Bereich. Der Wagen macht Spaß, sein Design ist auch nach 5,5 Jahren aktuell und gefällt mir sehr.

Öl nachfüllen

August 2014, Kilometer: 104.000.

Eigentlich prüfe ich sehr selten den Ölstand. Ich weiß, man sollte es bei jedem Tankvorgang machen, habe ich immer auch gemacht. Aber da der Ölstand sich nie geändert hatte, habe ich seit dem letzten Ölwechsel im Januar die Motorraumabdeckung nie geöffnet.

Vor dem diesjährigen (Inland-) Urlaub habe ich es mir doch überlegt, den Ölstand zu prüfen, und mich fast erschrocken. Das Öl markierte auf dem Messstab die Stelle unter der minimalen Grenze! Was sind die Ursachen dafür — keine Ahnung. Ist da etwas undicht im Motor oder hat die Werkstatt beim diesjährigen Ölwechsel im Januar zu wenig Öl gegeben? Auf der Rechnung steht 4,30 Liter. Leider habe ich den Ölstand nach dem Ölwechsel im Januar nicht kontrolliert.

Aber wie auch immer, es war zu wenig Öl drin und ich musste nun zum ersten Mal das Öl selbst nachfüllen. Dafür bin ich zur Aral-Tankstelle gefahren und habe dort eine Liter-Flasche 5W30 Motoröl für 22,99 Euro gekauft. Sehr teuer, wie ich finde. Zumindest stand auf der Flasche drauf "Von Ford empfohlen" …

Die nachfolgenden Kontrollen zeigten keinen Ölverbrauch.

Rückblick

August 2014.

Es gab keine außerplanmäßigen Werkstattaufenthalte. Der S-Max hat die 100.000 Kilometer Grenze durchbrochen, macht aber weiterhin Spaß.

Von Januar bis August 2014 ist das Auto etwa 12.000 Kilometer gelaufen. Der Durchschnittsverbrauch betrug etwa 9,93 Liter auf 100 Kilometer, was ich aufgrund des fast ausschließlichen Stadtbetriebs für OK halte. Getankt wurde fast ausschließlich Bioethanol E85.

Der aktuelle Durchschnittsverbrauch über gesamte Laufleistung liegt bei: Verbrauchsberechnung bei Spritmonitor.de. (Details zeigt der Link).

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