Bioethanol kostet zum ersten Mal seit zwei Jahren über einen Euro pro Liter. E85 und Ölwechsel. Wie oft? Die neue Benzinsorte — Super E10. Auch Traktoren lieben es, sauber zu sein!

Langzeittest Ford S-MAX
Monatsberichte 2011

Monatsbericht Februar 2011


Sie sind hier: Langzeittest >> Ford S-MAX >> Monatsberichte >> 2011 >> Monatsbericht Februar 2011
Zum nächsten Artikel. Monatsbericht März 2011



Bioethanol kostet zum ersten Mal seit zwei Jahren über einen Euro pro Liter. E85 und Ölwechsel. Wie oft? Die neue Benzinsorte — Super E10. Auch Traktoren lieben es, sauber zu sein!


S-MAX alleingelassen auf dem Parkplatz. Bioethanol kostet zum ersten Mal mehr als 1 Euro

03.02.2011, Kilometer: 47.980.

Die Benzin- und Dieselpreise steigen und steigen schon seit Monaten in die Höhe und es war eigentlich nur noch eine Frage der Zeit, wann auch die Bioethanolpreise angepasst werden. Und so ist es auch in Februar geschehen. Heute habe ich zum ersten Mal nach zwei Jahren über einen Euro pro Liter Bioethanol an meiner Stammtankstelle zahlen müssen.

Zum ersten Mal nach zwei Jahren kostet Bioethanol über 1 Euro pro Liter.
Die Bioethanolpreise wurden angepasst. Zum ersten Mal kostet Bioethanol über einen Euro pro Liter.

Aber, man muss auch ehrlich bleiben. Solche Preissteigerungen wie bei Benzin oder Diesel bleiben dem Bioethanol erspart und ich fahre weiterhin sehr entspannt und glücklich.

Die neue Benzinsorte — Super E10

Das neue Aufregerthema — E10. "Verträgt mein Auto wirklich E10?", fragen sich viele Autobesitzer und fühlen sich nicht 100-prozentig auf der sicheren Seite, obwohl die meisten Autohersteller die Liste der Modelle und Motoren, die die neue Benzinsorte vertragen sollen, der Öffentlichkeit präsentiert hat. Es herrscht weiterhin Unruhe in den Autofahrerreihen. Und das auch zu Recht, denn soll das Auto einen Motorschaden nach dem Betrieb mit der neuen Benzinsorte haben, wird es sehr, sehr schwierig sein, es gegenüber dem Hersteller nachzuweisen.

Und dazu kommt noch, dass bislang offenbar keiner davon ausging, dass bei den freigegebenen Autos im E10 Betrieb der Benzinverbrauch um die 5% steigen kann und die Leistung etwas abfällt. Aber da vergessen doch alle, dass wir die Hälfte dieses Mehrverbrauchs seit Jahren mit dem E5 haben.

Für die Autobesitzer, die E10 nicht tanken können oder wollen, kommt es aber noch dicker. Die sogenannte "Bestandsschutzsorte" E5 wird ab sofort zum Preis des deutlich teureren Super-Plus angeboten und E10 zum Preis des E5.

Dieses Thema wurde von den Mineralölkonzernen offenbar genutzt, um die Preise "legal" weiter hoch zu treiben.

Wer ist denn der Gewinner des Ganzen? — Die Mineralölkonzerne und die Regierung, der Verlierer ist hier offensichtlich der Autofahrer.

Mich persönlich betrifft diese Aufregung zum Glück nicht. Ich tanke E85. Also fast Bioethanol pur — mit nur 15% Benzinbeimischung. Und freue mich an den Tankstellen, viel weniger Geld liegen zu lassen, als der Nachbar mit dem Benzin- oder Dieselmotor.

S-MAX entspannt sich auf dem Parkplatz.
Die Diskussion über Sinn und Unsinn von E10 bleibt mir und dem S-MAX erspart.

Benziner und Bioethanol (E85) pur

Beim Suchen im Internet bin ich auf einige sehr interessante Diskussionen gestoßen, wo die Besitzer der "normalen" und etwas älteren Autos mit dem Benzinmotor den Selbstversuch gestartet haben und Bioethanol E85 mal pur, mal zur Hälfte mit Benzin vermischt tanken.

Ja gut, hätte ich kein Flexifuel-Auto, würde ich E85 pur, auch trotz dieser zahlreichen Seiten, nicht tanken. Aber wenn es Leute gibt, die das trotzdem tun, warum muss man sich so viele Gedanken wegen dem E10 im Tank machen?

E85 und Ölwechsel. Wie oft?

Es ist ja bekannt, dass Ford für die Flexifuel-Motoren den Ölwechsel nach allen 10.000 km vorschreibt. Ziemlich wenig, wie ich finde.

Dem E85 wurde ja nachgewiesen, dass es besser und schneller Verunreinigungen löst. Diese werden dann über den Ölfilm abgeleitet. Das Öl muss auch höhere Belastungen durch höhere Verbrennungstemperaturen auffangen, was dazu führt, dass das Öl schneller an seiner Schmierfähigkeit verliert. Deshalb muss man auch öfter das Öl wechseln (lassen).

Ich fahre ziemlich viele Kurzstrecken im Stadtverkehr. Deshalb ist es bei mir schon ratsam, das Öl nach allen 10.000 km zu wechseln. Aber wie ist es bei Euch, liebe Leser meines Langzeittests? Was denkt Ihr über dieses Thema? Auf Eure zahlreiche Antworten in unserem Diskussionsforum würde ich mich sehr freuen!

Auch Traktoren lieben es sauber zu sein!

Zuletzt bei dem Besuch meiner Stamm-Waschanlage konnte ich dieses, meiner Meinung nach seltenes Foto machen:

Auch Traktoren lieben es sauber zu sein.
Auch Traktoren lieben es sauber und vom Besitzer persönlich gewaschen zu sein.

Merkwürdiges Knistern geht weiter

Auch in Februar knisterte es weiterhin von irgendwo hinten rechts. Aber jetzt bin ich mir gar nicht mehr sicher, ob es von den Gurtschlössern kommt, oder doch von der ganz anderen Stelle. Mal ist das Klappern da, mal nicht. Da ich normalerweise hinter dem Lenkrad sitze, ist es echt sehr schwer zu ermitteln. Mein Sohn, der normalerweise dort hinten sitzt, kann mir keine genaue Antwort geben, von wo die Geräusche kommen. Mal meint er von den Gurtschlössern, mal vom unter dem Sitz, mal — von der rechten hinteren Tür …

Ich habe dann angehalten und die Tür und die Türabdeckung untersucht, konnte aber nichts feststellen. Da haben wir auch mit dem Sonnenrollo rumgespielt, aber ohne Ergebnisse. Im Stand, wenn ich das Auto gewaltig wackele, knistert nichts …

Ein paar Mal habe ich mich extra nach hinten gesetzt und meine Frau fahren lassen. Aber da war wieder alles ruhig …

Monatsrückblick

28.02.2011, Kilometer: 48.900.

Probleme gab es auch in diesem Monat keine.

Etwa 1.000 Kilometer hat das Auto in Februar zurückgelegt. Der Verbrauch lag bei 11,3 l/100 km, laut Spritmonitor und laut dem Bordcomputer bei 12,25 l/100 km. Getankt wurde ausschließlich Bioethanol.

Der aktuelle Durchschnittsverbrauch über gesamte Laufleistung liegt bei: Verbrauchsberechnung bei Spritmonitor.de. (Details zeigt der Link).

Seite drucken.  Seite drucken  Zum nächsten Artikel. Monatsbericht März 2011