Langstreckenauto. Erfahrungen anderer Testfahrer mit dem S-MAX.

Langzeittest Ford S-MAX
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Langstreckenauto. Erfahrungen anderer Testfahrer mit dem S-MAX.


S-MAX auf dem Rastplatz. 3.000 Kilometer in 10 Tagen

10.06.2010, Kilometer: 34.000.

In Juni besuchten uns mal wieder unsere guten Freunde aus dem Ausland. Und da muss man natürlich die Natur, Architektur und alle Schönheiten Deutschlands zeigen. Da wir in Urlaub waren, war es eine gute Gelegenheit auch für uns mal in die fremde Gegend zu fahren, um die Welt zu sehen und sich zu zeigen. München, Nürnberg, fränkische Schweiz, Alpen und Frankreich standen auf dem Programm.

S-MAX auf dem Rastplatz in den Alpen.
Ruhepause in den Alpen.

Auf dem Bild oben ist gut zu sehen, dass das Ablagefach auf dem Armaturenbrett zur Hälfte geöffnet ist. Und wenn man weiter genauer hinschaut, ist da auch noch das in das Ablagefach integrierte mobile Navigationssystem gut zu erkennen. Die Einbauanleitung dazu findet Ihr in meinem Technikbericht "Navi im Ablagefach".

Erfahrungen anderer Testfahrer mit dem S-MAX

Da ich in mein Auto auch nach fast zwei Jahren wie am ersten Tag "verliebt" bin und bei einigen Mängeln eventuell das Auge zudrücke, ist es interessant, welche Erfahrungen die anderen Testfahrer sammeln konnten, die mit dem S-MAX nur kurz "fremdgegangen" sind.

Und da hat der Volvo S40 Testfahrer Christoph Bärtschi einen interessanten Bericht zusammengestellt.

Da ich an einigen Punkten die Meinung von Christoph nicht teile, möchte ich auch meinen Senf dazu beitragen, um das Auto an manchen Stellen zu verteidigen, ohne dem Christoph nahe zu treten.

Die vielen im Bericht angesprochenen Verarbeitungsmängel im Innenraum kann ich nicht bestätigen. Die Innenraummaterialien, die in meinem Auto verbaut sind, überzeugen, wobei von der Premium-Klasse kann man hier tatsächlich nicht reden. Aber auch nicht darüber, dass die Mittelkonsole an die Billigkunststoffapplikationen aus den achtziger Jahren erinnert. Das kann aber auch mein subjektiver Eindruck zu sein, oder die Ausstattungsunterschiede zwischen den Trend und Titanium Modellen.

Ich weiß zwar nicht, wie es sich im Volvo anfühlt, aber ich hatte mal die Gelegenheit, die Innenraummaterialien von S-MAX mit denen in sämtlichen VW-Modellen wie Polo, Golf, Touran, Sharan oder Minivan, aber auch im Opel Zafira vergleichen zu können. Und muss sagen, viel hochwertiger fühlt es sich dort nicht an. An vielen Stellen, wo es im S-MAX "weich" ist, wird bei VW und Opel ein ziemlich hartes Plastik eingesetzt — zum Beispiel die Türabdeckung oder das Armaturenbrett.

Was ich aber sehr wohl bestätigen kann, ist das harte Plastik, das für den Handschuhfachdeckel eingesetzt wurde. Von der Haptik überzeugt es nicht, aber "irgendwo muss man ja auch sparen" — dachten wahrscheinlich die Ford-Designer. Übrigens, in einem facegelifteten S-MAX Titanium ist der Handschuhfachdeckel von innen mit dem Stück Teppich bedeckt.

Von den ungleichmäßigen Spaltmaßen im Innenraum habe ich auch zum Glück nichts, habe aber schon einiges von den anderen S-MAX und Galaxy-Fahrern gehört. Scheint häufig aufzutreten.

Das fehlende Rückhaltenetz ist dagegen sehr ärgerlich. Kann ich nur bestätigen. Da haben aber die AVIS-Kollegen bestimmt vergessen, das Teil in den Kofferraum zu legen. Mindestens die untere Leiste sollte beim vollen Kofferraum eingebaut sein, damit beim Öffnen des Kofferraums nichts auf die Füße fällt.

Das eingebaute untere Teil des Rückhaltenetzes.
Sehr sinnvolles Feature für den 7-Sitzer S-MAX — das Rückhaltenetz (hier die untere Leiste eingebaut).

Monatsrückblick

30.06.2010, Kilometer: 35.203.

Insgesamt haben wir mit dem S-MAX in Juni ohne jegliche Probleme 3.375 Kilometer zurückgelegt. Getankt habe ich nach Möglichkeit ausschließlich Bioethanol, und bei etwa 70 % Autobahnanteil und 30 % Stadtfahrten betrug der durchschnittliche Verbrauch in Juni laut Spritmonitor 9,64 l/100 km, was angesichts der Größe des Wagens, fünf Personen im Auto, ständig laufender Klimaanlage und Bioethanol im Tank ein ganz ordentlicher Wert ist. Laut Bordcomputer betrug der Verbrauch in Juni 11 l/100 km.

Mich faszinieren und ärgern immer wieder diese großen, manchmal über zwei Liter Differenzen zwischen ermittelten Werten beim Spritmonitor und im Bordcomputer. Eigentlich ist die Tankanzeige ziemlich genau. Das Warmlämpchen fängt an zu leuchten bei etwa 65 Kilometer auf dem Restkilometerzähler. Wobei, ich habe es auch mal geschafft, bei 0 Kilometer auf der Anzeige noch etwa 10 Kilometer bis zur Tankstelle zu fahren. Und ich glaube, im Tank waren noch ein paar Liter drin.

Aber besser so diese pessimistische Berechnung, als zu optimistische, wenn man danach noch irgendwo ohne Sprit liegen bleibt.

Die Innenraumabdeckung der Beifahrertür, auf der ich im letzten Monat Materialfehler entdeckt habe (siehe dazu den Monatsbericht Mai), wurde von meinem Händler bestellt und ist mittlerweile eingetroffen. Nur ich habe bislang leider keine Zeit gehabt, vorbei zu fahren und die Abdeckung austauschen zu lassen.

Der aktuelle Durchschnittsverbrauch über gesamte Laufleistung liegt bei: Verbrauchsberechnung bei Spritmonitor.de. (Details zeigt der Link).

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