Mein bisheriges Autofahrerleben.

Langzeittest Dacia Logan MCV
Über den Testfahrer Detlef Kleiss


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Mein bisheriges Autofahrerleben.


Porträt Detlef Kleiss. Über den Testfahrer Detlef Kleiss

1960 in Dortmund geboren, machte ich meine ersten automobilen "Erfahrungen" als Beifahrer im DKW "Junior" meines Vaters, 1967 abgelöst durch einen NSU 1200.

Sechs Jahre später folgte dann ein Opel Manta A (im damals total angesagten Warnfarben-Orange mit schwarzem Vinyldach), der von meinem Vater fast ein Vierteljahrhundert liebevoll gehegt und gepflegt wurde.

Auch bei diesem Wagen beschränkte sich meine Rolle naturgemäss auf die des Beifahrers, bis ich im März 1979 meinen "Grauen Lappen" machte. Einige Monate später konnte ich dann — dank großzügiger Unterstützung meiner Eltern — mein erstes eigenes Auto vom Hof des Händllers fahren: Ein Datsun (damals hiess Nissan noch so) Sunny 140Y Coupé in metallic-grün. Aufgrund der Farbe schenkte mir meine Mutter einen kleinen Plüschfrosch als "Beifahrer" — was dem Auto schon sehr bald den Spitznamen "Laubfrosch" einbrachte.

Ein kapitaler Motorschaden nach etwas über 50.000 km hätte im Frühjahr 1983 fast das Aus für den Sunny bedeutet. Austauschmotoren gab es damals für dieses Modell nicht, sodass ein komplett neues Aggregat eingebaut werden musste — was mit Einbau über die Hälfte des Neupreises für diese Auto kostete!

Trotz regelmäßig durchgeführter Inspektionen gab es von Datsun/Nissan statt Kulanz noch den unterschwelligen Vorwurf, ich hätte den Wagen für Rallye-Veranstaltungen benutzt — in Verhalten, das mein Verhältnis zu dieser Marke nachhaltig geprägt hat …

Mit dem neuen "Herz" machte der Sunny nochmal über 100.000 km, sah sowohl Belgien als auch die Niederlande und bekam 1985 in der Schweiz sein erstes bleifreies Benzin.

Im Frühjahr 1987 wurde es dann Zeit für ein neues Auto — ein Toyota Corolla Compact (E80 als Dreitürer in weiss mit 1,3-Liter-Motor und 75 PS.

Dieser Toyota war — im positiven Sinn — die "Graue Maus" unter meinen bisherigen Autos. Klaglos und zuverlässig tat es seinen Dienst und hatte erst nach acht Jahren den ersten Defekt, der mich zwang, den ADAC zu rufen und den Wagen in die Werkstatt bringen zu lassen.

Auch dieser Wagen sah die Schweizer Alpen und mit diesem Wagen holte ich unsere älteste Tochter samt Mutter einige Tage nach der Entbindung nach Hause.

Als sich im Frühjahr 1996 erneut Nachwuchs ankündigte, wurde es Zeit für ein größeres Auto. Zwei Autos schafften es ins Finale: Der Opel Astra Caravan (Schwiegervater war überzeugter Opel-Fahrer) und der Toyota Carina Combi (aufgrund meiner positiven Erfahrungen mit dem Corolla).

Das Rennen machte schließlich der Astra mit dem Sondermodell "Cool", da er diverses Zubehör wie zum Beispiel Radio und Trennnetz bereits "an Bord" hatte. Die Klimaanlage ("Cool" halt) lernte ich bereits einige Tage nach der Auslieferung im Juni 1996 schätzen, als es überraschend sehr heiss wurde …

In den ersten Jahren zeigte der — übrigens in Grossbritannien gebaute — Astra überdurchschnittlich viele "Macken". So verabschiedete sich nach etwas mehr als zwei Jahren die Steuereinheit (die jedoch von Opel auf Kulanz gewechselt wurde); die Gasdruckdämpfer der Heckklappe machten schlapp und im Lauf der Zeit gab es mit fast jedem Türschloss Probleme. Die Beleuchtung der Mittelkonsole entwickelte sich zum Dauerthema und auch die Lüftung zeigte in fortgeschrittenem Alter ihre Macken.

Dies alles war zwar ärgerlich, aber nie wirklich fatal oder gar verkehrsgefährdend und so wuchs mir das "Schneeflöckchen" (wie ich den Astra aufgrund seiner weissen Farbe mittlerweile nannte) im Lauf der Jahre doch ans Herz.

Im Frühjahr 2007 wurde der Wagen aufgebrochen und das Radio dermaßen dilettantisch herausgerissen, dass der Kabelbaum beschädigt wurde. Seitdem gab es immer häufiger Probleme mit der Elektrik: Kontroll- und Warnlämpchen blinkten ohne Grund auf und irgendwann hatte ich plötzlich "automatisches Tagfahrlicht" - beim Einschalten der Zündung ging das Abblendlicht an (nicht jedoch die Heck- und Instrumentenbeleuchtung!). Die Werkstatt meines Vertrauens versuchte sich fast einen Tag lang an diesem Problem. Leider vergeblich …

Die Zeichen waren — angesichts des TÜV-Termins im Juni diesen Jahres — deutlich: Es wurde höchste Zeit für einen Nachfolger.

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