ER ist da! Und muss sofort ran … Gefühlte Hitze. Halb voll oder halb leer?

Langzeittest Dacia Logan MCV
Monatsberichte 2009

Monatsbericht Mai 2009


Sie sind hier: Langzeittest >> Dacia Logan MCV >> Monatsberichte >> 2009 >> Monatsbericht Mai 2009
Zum nächsten Artikel. Monatsbericht Juni 2009



ER ist da! Und muss sofort ran … Gefühlte Hitze. Halb voll oder halb leer?


Detlef Kleiss vor seinem Dacia Logan MCV. ER ist da! Und muss sofort ran …

07.05.2009, Kilometer: 0.

Anfang des Monats erhielten wir vom Händler das niederländische "Certificate of Conformity", mit dem wir uns am Morgen des 7. Mai aufmachten, unseren Dacia in Siegburg anzumelden. Ein Wunschkennzeichen hatten wir schon reserviert und die "Elektronische Versicherungsbestätigung" (EVB) vom Versicherer erfragt. Nach einer knappen halben Stunde hatten wir Papiere, Kennzeichen und die in Köln leider notwendige Feinstaubplakette — und fuhren erst einmal zur Arbeit.

Am frühen Nachmittag ging es dann in den Kölner Norden. Bewaffnet mit der Checkliste des Neues Fenster. Dacia-Forums wurde der Wagen auf mögliche Schäden geprüft und abgenommen.

Detlef Kleiss vor seinem Dacia Logan MCV.
Abnahme des Dacia Logan mittels Checkliste.

Es war noch einiges an Schriftkram zu erledigen, bevor Herr Brandel uns in das Auto einwies und uns freundlich hinterher winkte.

Die erste Fahrt führte zur nächsten Tankstelle, da der "Kraftstoffbehälter" nur mit dem Nötigsten gefüllt war und so genehmigte sich Sinchen auch knapp über 50 Liter Super!

Am nächsten Tag stand direkt die erste längere Fahrt an — wir wollten Andreas Mutter in Braunschweig zum Muttertag überraschen.

Der Dacia schwamm im Verkehr gut mit, allerdings wurde das Motorengeräusch im Innenraum ab etwa 120 km/h etwas kerniger. Am Ziel angekommen tankten wir voll und ermittelten einen Durchschnittsverbrauch von 7,2 Litern. Auch die Rückfahrt gestaltete sich problemlos, der Wagen wurde einem immer vertrauter.

Dass Stand- und Abblendlicht durch Drehen am Blinkerhebel eingeschaltet werden (wie ich es von meinen Japanern kannte), finde ich schön — mit dem Drehschalter im Armaturenbrett des Opel habe ich mich nie so recht anfreunden können. Bei einigen anderen Dingen ist jedoch Umgewöhnung angesagt. So wird die Hupe — typisch französisch? — ebenfalls am Blinkerhebel bedient; um die Scheibenwischer zu betätigen, muss der entsprechende Hebel NACH UNTEN gedrückt werden und etwas vermisse ich die Schelle, die beim Astra am Schalthebel hochgezogen werden muss, bevor man den Rückwärtsgang einlegen kann.

Da ich für Fahrten zur Arbeit in der Regel die öffentlichen Verkehrsmittel benutze, hatte meine Freundin in den nächsten Tagen ausgiebig Gelegenheit, "Sinchen" auf den Fahrten zu ihrer Dienststelle zu nutzen — die Freundschaft wuchs von Kilometer zu Kilometer.

Einige "Schwachstellen" stellten sich dabei mittlerweile heraus: links vorne vibriert die Verkleidung der Lenkradsäule bei etwa 2.500 U/Min etwas, ebenso die Sonnenblende auf der Fahrerseite. Die Hecktür schliesst mit einem schauerlich scheppernden Geräusch — ob dies konstruktionsbedingt so ist, oder der Nummernschildhalter nicht fest sitzt, müssen wir noch herausfinden …

Gefühlte Hitze

Ende Mai war dann wieder eine längere Strecke angesagt. Wir hatten für einen erkrankten Freund kurzfristig die Leitung einer Wanderung in der Lüneburger Heide übernommen und so reihten wir uns am Freitag vor Pfingsten in die Staus und den zähfliessenden Verkehr auf Deutschlands Autobahnen ein.

Bei herrlichem Sonnenschein ging der Blick immer wieder Richtung Mittelkonsole — und ging ins Leere! Dort, wo sich bei Opel das "Triple-Info-Display", bestehend aus Uhrzeit, Radiosender und Außentemperatur befindet, hat der Dacia zwei grosse Auslassdüsen der Lüftung. Schade, ich hätte gerne gewusst, ob die Hitze "nur" gefühlt oder real war. Daran, dass der Dacia dieses kleine "Schmankerl" nicht hat, werde ich mich wohl gewöhnen müssen — ebenso, wie an den — subjektiv — nervien Blinkerton.

Halb voll oder halb leer?

Für die Inhaltsanzeige des Kraftstofftanks gibt es kein Rundinstrument, sondern eine Reihe von senkrecht angeordneten Vierecken. Erlischt das letzte, geht fast zeitgleich die Warnlampe an, die besagt, dass es an der Zeit ist, dem Dacia neues Futter zukommen zu lassen.

So geschehen auf der Autobahn kurz vor der Abfahrt Fallingbostel. Ein Blick auf den Bordcomputer wies eine beruhigende Restreichweite von 88 Kilometern aus. Allerdings nur kurz, dann sprang sie unvermutet auf "----"! Das Handbuch empfiehlt bei dieser Anzeige unverzügliches Tanken!

Noch nicht vertraut mit den Gepflogenheiten unseres Logan wurde uns doch ein wenig mulmig und wir waren froh, dass wir kurz danach die Autobahn verlassen konnten und kurze Zeit später am Ortseingang von Fallingbostel eine Tankstelle auftauchte. "Sinchen" genehmigte sich etwas mehr als 47 Liter des pfingstlich teuren Supers, was einem akzeptablen Durchschnitt von 7,4 l/100 km entsprach.

Seite drucken.  Seite drucken  Zum nächsten Artikel. Monatsbericht Juni 2009