Ruhiger Betrieb. Jetzt gebe ich doch noch Gas.

Langzeittest Citroën C1
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Ruhiger Betrieb. Jetzt gebe ich doch noch Gas.


Der Gasverdampfer, in den Kühlwasserkreislauf eingebunden. Ruhiger Betrieb

Der Heizlüfter hat kaum Pause, die Kälte nervt langsam. Allerdings macht der C1 problemlos seine Kilometer, ohne Auffälligkeiten. Bald ist es so weit und die erste Hauptuntersuchung steht an.

Ich gebe Gas

So langsam muß ich mir doch Gedanken machen über den weiteren kostengünstigen Betrieb des C1. Abgeschreckt durch negative Berichte über Motorschäden nach Umbauten, bin ich immer wieder zurückgeschreckt vor der Sache und habe es zurückgestellt.

Auch wenn der C1 sehr sparsam ist, bei Preisen von 1,70 Euro kann ich nicht mehr passiv bleiben.

Ein Verkauf des Autos und Ersatz durch ein gastaugliches Modell ist eine Option. Die doch nicht unerhebliche Investiton schreckt mich ein wenig ab … Und auch die Aussicht, ein so zuverlässiges, problemloses Auto wegzugeben.

Auf der Borel-Liste ist der C1 aufgeführt mit "Lubrifiant Moteur", als nur umrüstbar mit Additivierung.

Ich schreibe diverse Umrüster per Mail an und lasse mir Angebote machen. Nicht gerade erhellend, manche antworten erst gar nicht, schließlich stelle ich konkrete Fragen nach der Gasfestigkeit des Motors.

Mit meinem Van habe ich sehr gute Erfahrungen im Gasbetrieb gesammelt, problemlose 180.000 km, und weiß wie man damit umgeht. Wichtig ist eine penible Wartung, die Zündkerzen früher zu tauschen (sie sind stärker belastet) und insgesamt eher ruhig und drehzahlschonend zu fahren, zum Rasen ist der Gasbetrieb eben nicht geeignet.

Eine Firma aus Bremen ist recht schnell mit ihrer Antwort, schickt mir eine Mail mit PDFs, wo ein Additiv namens P-1000 beschrieben wird. Inklusive sind Berichte über Tests an mehreren Fahrzeugen mit problematischen Motoren über jeweils 15.000 km. Auch eine Liste mit kritischen Motoren wird mitgeschickt, bei denen ein Additiv notwendig ist, diese deckt sich mit der mir bekannten Borel-Liste.

Empfohlen wird mir eine Additivdosiervorrichtung die zylindersequentiell das Additiv zudosiert. Die Kosten für die Dosierstation von 300 Euro halte ich für gut angelegt. So kann das mit dem Gasbetrieb funktionieren. Die angebotene Anlage, KME Diego G3 ist preisgünstig, sodaß der gesamte Umbau nur 1.660 Euro kosten soll.

Eingebaut wird die Anlage und die Additivanlage, ein Radmuldentank mit 33 Liter und, ganz wichtig für mich, ein Tankanschluß unter der Tankklappe.

Ich vereinbare einen Umbautermin und bringe das Auto nach Bremen.

Die Werkstatt von "Autogasumbau Bremen" besteht aus einer großen Doppelgarage mit drei Mitarbeitern. Nun bewerte ich eine Werkstatt nicht nach dem Schauraum, das läßt mich eher kalt. Ich schaue mir lieber einen Wagen an, der gerade umgebaut wird. Wirkt recht ordentlich der Umbau, keine rumfliegenden Kabel und willenlos verlegten Schläuche. Auch die Einstellung der gerade verbauten Gasanlage schaue ich mir an. Ich habe ein gutes Gefühl und lasse Auto nebst Schlüssel und Fahrzeugschein da. Da ich ein paar Tage Kurzurlaub mache, kann ich den C1 erst eine Woche später abholen.

Die Anlage ist auch in meinem C1 sauber eingebaut und er läuft gut. Ich bekomme nochmal alles erklärt, einen Hinweis auf die nötigen Filterwechsel und den Rat, erst mal genau zu beobachten und bei irgendwelchen Auffälligkeiten nochmal vorbeizukommen, es gäbe eine Einlaufphase und es müßte eventuell nochmal nachgestellt werden. Fehlt nur noch das Abgasgutachten, welches ich zugeschickt bekommen soll.

Die Heimfahrt ist problemlos und der Motor läuft einwandfrei. Ein paar Tage später dann doch noch das Aufleuchten der Motorkontrolle, also auf nach Bremen. Dort wird die Gasdosierung nochmal nachgestellt und ich schaue mir die Kurven und Einblasmengen am Bildschirm an.

Tanken macht jetzt auch wieder mehr Spaß, ich fülle den Tank mit 28 Litern und zahle 22,40 Euro … Damit kann ich dann rund 400 km fahren. Ich bin gespannt wo sich der Verbrauch einpendelt.

Zusätzlich werde ich zur Sicherheit nach 15.000 km das Ventilspiel prüfen lassen.

Der Gasverdampfer, in den Kühlwasserkreislauf eingebunden.
Der Gasverdampfer, in den Kühlwasserkreislauf eingebunden.

Links der Tank für das Additiv, daneben die Additivdosierung, Schläche zu den Gasinjektoren und ganz hinten das Gassteuergerät (silberner Kasten).
Links der Tank für das Additiv, daneben die Additivdosierung, Schläche zu den Gasinjektoren und ganz hinten das Gassteuergerät (silberner Kasten).

Der Radmuldentank und eine Flasche Additiv.
Der Radmuldentank und eine Flasche Additiv.

Der Tankanschluß, versteckt hinter der Tankklappe.
Der Tankanschluß, versteckt hinter der Tankklappe.

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